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Rätselhaftes Aalsterben im Balaton

Hunderte von verendeten Aalen verunstalten seit Tagen die Balatonufer, vor allem die Südstrände.

Hauptsächlich die Gegenden um Balatonföldvár und Balatonlelle sind betroffen. Die angeschwemmten Fischkadaver verbreiten zudem einen bestialischen Gestank. Ratlos betrachten Einheimische und Touristen die verwesenden Tiere. Eine Stellungnahme offizieller Stellen zum Fischsterben steht bisher aus.

Die anhaltende Hitze der letzten Tage sowie die geringen Niederschläge haben die Wassertemperatur im Balaton stark ansteigen lassen. Dieser Umstand ist Stress auf höchstem Niveau für alle Fische. Dieser wird vor allem durch fehlenden Sauerstoff verursacht, der bei warmem Wasser weniger gebunden werden kann. Hinzu kommt ein rapides Algenwachstum, das nachts zusätzlichen Sauerstoff verbraucht. Aale sind meist die ersten, die tot zur Oberfläche treiben, da sie sich am Grund aufhalten, wo der Sauerstoffgehalt ohnehin am geringsten ist.

Auch ein Ausbruch der Aalrotseuche wird durch die warme Wetterlage besonders begünstigt, weshalb der endgültige Grund für das Massensterben von Aalen nicht immer sofort klar ist.

-gd-

Dauer-Demonstrationen in Budapest

Schwere Unruhen nach „Lügen“-Rede des Ministerpräsidenten Gyurcsany

Eine umstrittene Rede des Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany hat im September in Budapest Unruhen und Dauer-Demonstrationen ausgelöst, die als schwerste Krise in die ungarische Nachwende-Geschichte eingehen dürften. Begonnen hatte der Skandal mit der Veröffentlichung einer ursprünglich internen Rede Gyurcsanys im Kreise seiner sozialistischen Fraktion, im Mai dieses Jahres, unmittelbar nach der gewonnenen Parlamentswahl.

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Tragödie im See

Kaum ist die Vorsaison am Balaton eröffnet, fordert er bereits sein erstes Opfer.

Eine dreiköpfige Familie ist mit ihrem Kajak bei Siófok im See gekentert. Während Mutter und Kind problemlos das rettende Ufer erreichen konnten, verschwand der 38 Jahre alte Vater im Wasser. Seine Leiche konnte am Samstagabend nach 23 Uhr geborgen werden. Taucher der ungarischen Wasserrettung hatten stundenlang nach dem Verschollenen gesucht, wie deren Sprecher, Mihály Tar, berichtet.

Bisherigen Informationen zufolge war die Familie mit dem Kajak in den frühen Abendstunden bei der Tömörkény utca in Siófok auf den See hinausgepaddelt. Wahrscheinlich hat dann eine unerwartete Welle das Boot umstürzen lassen, zum Zeitpunkt des Unfalls etwa 250 Meter vom Ufer entfernt. Keiner der Verunglückten trug eine Schwimmweste.

Die Rettungstaucher entdeckten den leblosen Körper des Familienvaters nicht weit vom Unfallort entfernt.

(Quelle: siofokinapilap.hu)