Balaton Zeitung E-Paper Banner

Industrieproduktion in Ungarn fällt

Die Industrieproduktion Ungarns ist 2008 um 1,1 Prozent niedriger gewesen als im vorangegangenen Jahr. Das teilte das Zentrale Statistische Amt am Montag mit. Allein für Dezember errechnete die Statistik im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 19,6 Prozent, bereinigt nach Arbeitstagen sogar um 23,3 Prozent. Ähnlich hoch war der Rückgang mit 15,1 Prozent zum November.

Zuletzt hatte das Land 1992 einen Rückgang im Jahresvergleich registriert, heißt es weiter in der Mitteilung. Damals stürzte die Produktion um 9,7 Prozent ab. Im Jahr 2008 sank die Produktion von Juni an mit Ausnahme der Monate Juli und September kontinuierlich.

Eine ähnlich negative Entwicklung nahm der Export von Industriewaren im vorigen Jahr. Als Folge drastischen Sinkens der Exportnachfrage nahm der Export im Jahresvergleich um 0,8 Prozent ab. Für Dezember allein registrierte die Statistik einen Absturz um 22 Prozent. Insgesamt gingen 52 Prozent des Industrie-Absatzes sowie 66 Prozent der Güter aus der verarbeitenden Industrie ins Ausland. 2007 wurde noch eine Exportsteigerung von 15,9 Prozent registriert.

Säen ohne zu pflügen

Umweltschonender Ackerbau in Zala

Welche Schäden richtet die intensive Bodenbearbeitung in der Natur an? Kann man ohne Unkrautvernichtung und Tiefpflügen umweltschonend und effizient wirtschaften? Die Antworten darauf suchen ungarische Experten bei einem Unions-Experiment im Komitat Zala.

Weiterlesen…

Neue M7-Autobahn schon jetzt reparaturbedürftig

Dort wirft der Asphaltbelag zwischen Balatonkeresztúr und Zalakomár schon nach acht Monaten Blasen, so die Tageszeitung „Népszabadság“.

Im Juni letzten Jahres schloß man das fehlende Stück zwischen ungarischer und kroatischer Autobahn, was eine schnelle und bequeme Verbindung zur Adria ermöglicht.

Bereits einige Monate nach Übergabe traten Risse im Fahrbahnbelag zutage, besonders im Bereich von Brücken und Unterführungen. Weil die Fehler schon jetzt eine erhöhte Unfallgefahr darstellen, kann die Neuinstandsetzung nicht mehr aufgeschoben werden. Die ausführenden Firmen sollen dies unter Garantiebedingungen erledigen. Bei Kilometer 187 sammeln sich erhebliche Mengen von Regenwasser in den Fahrbahnlöchern.

Die Autobahnstrecke kostete beim Bau rund 1,23 Milliarden Forint pro Kilometer, umso ärgerlicher die so schnell aufgetretenen Schäden. Ein Ingenieur sieht den Grund dafür zum einen in dem an den Tag gelegten „Wahnsinnstempo“ des Fahrbahnbaus, dazu sei der Untergrund weicher, torfähnlicher Natur, was nicht ausschließe, daß der Straßenbelag regelrecht „aufgekocht“ sei. Auch mit weiteren ähnlich auftretenden Schäden sei deshalb zu rechnen.

Der Zapfhahn bleibt trocken

Die Suche nach billigem Sprit ist manch‘ Autofahrers Hobby, bei der TESCO-Tankstelle in Balatonboglár bleibt sie im Februar erfolglos.

Zoll- und Finanzaufsichtsbehörden haben dort kurzerhand „dichtgemacht“, nachdem besonders „ökonomisches“ Benzin in Umlauf gelangt war. Die Tankstelle, vom englischen Supermarktriesen TESCO an eine Betreiberfirma verpachtet, hatte Treibstoff verkauft, der nicht den gültigen ungarischen Normen entsprach. Leider ist bisher nichts über Ursache und mögliche technische Folgen der Rechtsverstöße bekannt.

An der Zufahrt zur Tankstelle, jetzt durch eine Kette versperrt, prangt ein Schild mit dem Hinweis an die „verehrten Kunden“, daß die Anlage nebst Shop wegen „technischer Probleme“ geschlossen sei. „Wiedereröffnung am 13. März um 14 Uhr“.

Der Pressereferent der Zollbehörde ließ inzwischen mitteilen, daß beim ersten festgestellten Verstoß gegen gültige Normvorschriften für Treibstoff ein 30-tägiges Verkaufsverbot – wie geschehen – verhängt werde, bei wiederholten ungesetzlichen Vorkommnissen eines von 60 Tagen.

(Quelle: siofokinapilap.hu)