Bei einem Eisenbahn-Unglück im Komitat Pest sind am Montag vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen erlitten lebensgefährliche, vier schwere und 19 leichte Verletzungen, teilte die Polizei mit. Zwischen den Orten Pilis und Monorierdő in der Nähe von Budapest war ein Personenzug aus bislang ungeklärter Ursache auf einen Intercity aufgefahren. Mehr als 20 Menschen wurden teils mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Feuerwehren mehrerer Orte beteiligten sich an der Bergung von Toten und Verletzten. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen fahrlässiger Gefährdung des Eisenbahnverkehrs ein. Die Spurensicherung am Ort des Geschehens war am Abend noch im Gange.
Nachrichten
Balaton: Keine Regionalbahn, keine weitere Fähre
Wenig begeistert zeigten sich die Vertreter der Balatoner Entwicklungsgesellschaft (BFT) ob der schlechten Nachrichten aus Budapest.
Verkehrsminister Dr. Pál Szabó überbrachte die Botschaft, daß keine eigenständige regionale Bahngesellschaft für den Zugverkehr rund um den Balaton geschaffen werde. Auch der Plan einer Autofährverbindung zwischen Fonyód und Badacsony erfahre keine finanzielle Unterstützung durch das Ministerium, so siofokinapilap.hu.
Die Auslastung einer Fähre würde nur unzureichend sein, außerdem müßten erst geeignete Zufahrten zu den Anlegestellen geschaffen werden, was allein 1,5 Milliarden Forint verschlingen würde. Bis zur Inbetriebnahme kämen noch einmal 5 Milliarden Forint an Kosten hinzu, derartige Mittel stünden momentan nicht zur Verfügung.
Dr. Tamás Suchmann, Vorsitzender der BFT, ist da ganz anderer Meinung. Seiner Ansicht nach reichte ein Viertel der genannten Summen als staatliche Hilfe aus. Der große Rest würde durch die Balatoner Schifffahrtsgesellschaft und die Anliegergemeinden finanziert.
Auch der Plan einer Regionalbahn rund um den Balaton ist vom Tisch. Unterstützung durch das Ministerium erfahren derzeit 38 wenig ausgelastete Bahnstrecken in Ungarn. Auch für die staatliche Eisenbahngesellschaft MÁV ist dieses Jahr ein Zahlungsausgleich von allein 173 Milliarden Forint notwendig.
Hafen- und Hotelprojekte in Füred
Noch eine Großinvestition am Balaton
Die umfassende Erweiterung der zwei Häfen und der Bau eines neuen Hafens sind gegenwärtig in Balatonfüred in Gange. Die neue Anlage, die private Investoren für 200-300 Millionen Forint realisieren, wird 100 Schiffe aufnehmen können.
Aquapark vor der Übergabe
Bis Mitte Juni wird das Badeparadies in Balatonfüred fertig
Bis Mitte Juni soll der in Richtung Tihany auf 3,5 ha Fläche liegende Aquapark fertiggestellt werden. Die 2,5 Milliarden Forint teure Investition wurde vor einem Jahr begonnen.
