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Ungarn vor starker Abkühlung

Der Herbst kommt mit gewaltigen Schritten nach Ungarn. Wurden vor wenigen Tagen noch Hitzerekorde gemeldet, kündigt der Europäische Wetterdienst für das Wochenende und die darauffolgenden Tage eine erhebliche Abkühlung an. Am Samstag sollen die Tageshöchstwerte je nach Region zwischen 11 und 15 Grad könnten es der Voraussage nach am Montag im größten Teil des Landes nur noch 9 und lediglich im Nordwesten bis 14 Grad sein. Auch am Dienstag ist noch keine neuerliche Erwärmung zu erwarten. Die Abkühlung kann insbesondere im Südlichen Teil des Landes von ergiebigem Regen begleitet sein.

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M7-Autobahn schwimmt in Farbe

Tonnenweise Farbe hat sich am Mittwochmorgen bei einem Verkehrsunfall auf die Autobahn M7 (Budapest-Balaton) bei Balatonboglár ergossen, berichtet die Polizei. Der Fahrer eines slowenischen Lkw war vermutlich aus Unaufmerksamkeit oder weil er einschlief gegen die Mittelleitplanken gefahren. Die Ladung des Brummis, etwa 25 Tonnen Farbe in 16-Liter-Kannen, fiel auf die Fahrbahn und färbte sie auf etwa 100 Meter Länge weiß. Mehrere Pkw fuhren in die Farbschicht, es kam jedoch nicht zu weiteren Unfällen. Den serbischen Fahrer des Unglücks-Fahrzeuges brachte die schnelle medizinische Hilfe wegen leichter Verletzungen ins Krankenhaus. Der Verkehr wurde zeitweilig über den bereits von der Feuerwehr gesäuberten Standstreifen geleitet.

Trauung im Heißluftballon mit Turbulenzen

Wirklich im Himmel über Héviz haben Eszter Orbán und István Truka geheiratet. Obwohl in Ungarn immer mehr nach außergewöhnlichen Trauungsorten gesucht wird, war die Idee der jetzt Jungvermählten bisher einzigartig.

Ein Heißluftballon war zwar schnell gefunden, doch die Bürgermeisterämter in mehreren Orten winkten – erst einmal mit dem Hochzeitsplan konfrontiert – aus rechtlichen Gründen schnell ab, berichtet Héviz TV. Bis die großzügige und kluge Stadtverwaltung in Héviz eine Lösung fand und anbot.

Da nämlich das hochoffizielle Stammbuch, in dem die Unterschriften zu leisten sind, erstens das Rathaus wahrscheinlich nicht verlassen dürfe, und zweitens, wenn doch, die Rechtsgültigkeit der Eheschließung wahrscheinlich nicht gewahrt wäre, falls der Ballon mit den Verlobten die Verwaltungsgrenzen von Héviz verließe, war guter Rat teuer. Zum Glück traf man auf die freundliche und erfinderische Standesbeamtin Farkas Lászlóné, die aus der Patsche half und gleichzeitig Mut bewies.

In zwei Schritten wurde getraut. Notwendige Unterschriften wurden im Rathaus erledigt und das für die Eheschließung notwendige Ehegelöbnis vor der Standesbeamtin erfolgte hunderte von Metern über Héviz. Im größten Heißluftballon Ungarns, traumhaft blumengeschmückt, sektbeladen, mit dem jungen Paar – und der Standesbeamtin.

Alles nach Recht und Gesetz, zur Zufriedenheit aller Beteiligten, und Hut ab vor Frau Farkas Lászlóné für eine besonders nette Art der Pflichterfüllung.

Der Weiße Ring in Siófok unterstützt Opfer von Kriminalität

Vor allem bei Ausländern hat das Siófoker Büro des Weißen Rings in der Balatonsaison hohe Anerkennung erfahren.

Bis dato haben dort 242 Geschädigte um Hilfe nachgesucht, davon haben bisher 171 Personen finanzielle Unterstützung bzw. Entschädigung in Höhe von zusammen zwei Millionen Forint erhalten. Davon berichtete András Kövári, der Vorsitzende des Weißen Rings, nunmehr in Siófok auf einer Pressekonferenz.

Der Leiter des Siófoker Büros, László Fügedi, gab einen Erfahrungsbericht über die bisherige Sommersaison. Hauptsächlich nach Stranddiebstählen sowie Wohnungsein- und Autoaufbrüchen sei von den betroffenen Opfern um Hilfe gebeten worden. Die Zahl der Autodiebstähle ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, „in Mode” gekommen sei jedoch das Delikt des Hoteldiebstahls.

Fügedi verwies mit Bedauern darauf, daß die staatliche finanzielle Unterstützung des Weißen Rings in den letzten Jahren stark eingeschränkt wurde. Aus diesem Grund mußten bereits mehrere Büros, darunter das in Balatonfüred, geschlossen werden. Die Einrichtung in Siófok könne nur dank großzügiger finanzieller Hilfe der örtlichen Stadtverwaltung weiter bestehen.