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Heirat in frühchristlichen Gemäuern

Pécs – Eine weit größere Rolle als die verstaubter musealer Orte sollen die frühchristlichen Gemäuer in der südungarischen Komitatsstadt Pécs (Fünfkirchen) übernehmen. Nach der umfassenden Restaurierung der Grabstätten, die im Frühjahr abgeschlossen wurde, öffnet sich das Weltkulturerbe jetzt für ein neues Publikum: Kürzlich gab sich in der Cella Septichora das erste Brautpaar das Ja-Wort.

Das rund 1600 Jahre alten Bauwerk, dessen unterirdische Überreste gesichert, mit einem Glasdach versehen und mit sieben Grabkammern der Öffentlichkeit übergeben wurden, hatten die Römer einst auf dem christlichen Friedhof als Kapelle zu bauen begonnen, doch seinerzeit nicht vollendet. Seit der Wiedereröffnung besuchten rund 40 000 Menschen die Ausgrabungen, erfuhr die „Balaton Zeitung“ von der Pécs/Sopianae Örökség (Erbe) GmbH.

In Vorbereitung auf das Jahr 2010, in dem Pécs Kulturhauptstadt Europas sein wird, sollen weitere historische Stätten mit Leben erfüllt werden. Unter anderem sollen Innenhöfe historischer Gebäude von Pécs Schauplätze kultureller Veranstaltungen werden.

Reiseveranstalter WirReisen zahlungsunfähig

Pécs/Plauen – Der durch seine Reisen in Heilbäder bekannte Plauener Reiseveranstalter WirReisen hat beim Amtsgericht Chemnitz Insolvenz angemeldet. Das bestätigte am Mittwoch der Geschäftsführer der „Balaton Zeitung“. Für den Rücktransport der Urlauber unter anderem aus Ungarn sei gesorgt. Auch die Hotelkosten, für die die Urlauber vor Ort zunächst in Vorleistung gehen müssten, würden von der zuständigen Versicherung zurückerstattet.

Derzeit arbeite der Insolvenzverwalter an einem Gutachten über das Unternehmen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die darauf basierende Entscheidung über das weitere Schicksal von WirReisen mit seinen zehn Mitarbeitern sei abzuwarten. Man zeigte sich jedoch zuversichtlich, das das Unternehmen nicht komplett ausblutet und die in den letzten anderthalb Jahren entwickelte Strategie richtig sei.

Der seit 15 Jahren am Markt vertretene Veranstalter sieht seine Zielgruppe bei Menschen von 45 Jahren aufwärts. Für sie bietet er vor allem Kur- und Wellnessprogramme an. In Ungarn beispielsweise stehen als Reiseziele die Orte Hévíz, Zalakaros und Harkány mit ihren Heilbädern auf dem Programm.

Balaton: Fremdenverkehr wächst – auch mehr Ausländer

Siófok – Mit dem Fremdenverkehr am Balaton geht es offenbar wieder aufwärts. Die kommerziellen Unterkünfte melden für die ersten acht Monate dieses Jahres einen Zuwachs von 11,8 Prozent bei den Gästeübernachtungen und von 13,6 Prozent bei der Gästezahl. Dieser Zuwachs innerhalb von Jahresfrist ist einer günstigen Wende bei der Zahl von ausländischen Gästen zu danken, heißt es in einem Bericht auf der Web-Site des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums.

In der Nähe des Plattensees entwickelte sich der Tourismus erheblich stärker als in weitere entfernten Unterkünften. So brachten es Ungarn auf 20,9, Ausländer auf 20,8 Prozent mehr Gästeübernachtungen als vor einem Jahr in den Hotels am Ufer. Bei den weiter entfernten Hotels lagen die Zuwächse bei Inländern bei 13,8, bei Ausländern bei 1,7 Prozent.

Krankenhaus-Ausrüstung für Somogy – Komitatsdelegation in Heidelberg

Kaposvár – Heidelberg unterstützt seine Partner im Komitat Somogy. Krankenhaus-Ausstattung im Wert von mehreren Millionen Forint (ein Euro entspricht etwa 250 Forint) wird jetzt die Reise in das Komitat südlich des Balaton antreten. Übernommen wird sie vom Vorsitzenden der Komitatsversammlung, Attila Gelencsér, der am Montag mit einer Delegation zu einem viertägigen Besuch nach Heidelberg reise, berichtet das Internetportal sonline.hu. Gelencsér trifft sich dort zu Gesprächen mit dem Landrat des Rhein-Neckar-Kreises heißt Jürgen Schütz. Hauptthema des Treffens ist dem Vernehmen nach die beginnende Zusammenarbeit von Fachschulen beider Partnergebiete im Rahmen des Leonardo-Programms der Europäischen Union.