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Heirat in frühchristlichen Gemäuern

Pécs – Eine weit größere Rolle als die verstaubter musealer Orte sollen die frühchristlichen Gemäuer in der südungarischen Komitatsstadt Pécs (Fünfkirchen) übernehmen. Nach der umfassenden Restaurierung der Grabstätten, die im Frühjahr abgeschlossen wurde, öffnet sich das Weltkulturerbe jetzt für ein neues Publikum: Kürzlich gab sich in der Cella Septichora das erste Brautpaar das Ja-Wort.

Das rund 1600 Jahre alten Bauwerk, dessen unterirdische Überreste gesichert, mit einem Glasdach versehen und mit sieben Grabkammern der Öffentlichkeit übergeben wurden, hatten die Römer einst auf dem christlichen Friedhof als Kapelle zu bauen begonnen, doch seinerzeit nicht vollendet. Seit der Wiedereröffnung besuchten rund 40 000 Menschen die Ausgrabungen, erfuhr die „Balaton Zeitung“ von der Pécs/Sopianae Örökség (Erbe) GmbH.

In Vorbereitung auf das Jahr 2010, in dem Pécs Kulturhauptstadt Europas sein wird, sollen weitere historische Stätten mit Leben erfüllt werden. Unter anderem sollen Innenhöfe historischer Gebäude von Pécs Schauplätze kultureller Veranstaltungen werden.