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Jahresendfeier in Ungarn mit Folgen: 87 Salmonellenkranke

Ein völlig unerwartetes Ende hat die Jahresabschlussfeier eines Großbetriebes in Pécs gefunden: Von den 630 Teilnehmern erkrankten 87 mit Symptomen einer Lebensmittelvergiftung. Der amtsärztliche Dienst stellte das Salmonellen-Virus fest und schloss sofort die Küche. Die Krankheit nimmt einen schnellen Verlauf, geht mit Durchfall und Fieber einher. Es musste jedoch niemand ins Krankenhaus gebracht werden.

Ungarn: Geldstrafe für „Blödheits“-Reklame von Media Markt

Für den Werbeslogan „Wer nicht feiert, ist blöd“ muss die Media Markt Saturn Holding eine Geldstrafe von 100 Millionen Forint (etwa 400 000 Euro) bezahlen. Die Geburtstags-Kampagne des Unternehmens schädige die Entwicklung von Kindern und Halbwüchsigen, stellte die Nationale Behörde für Verbraucherschutz fest, schreibt die Zeitung „Népszabadság“ am Mittwoch. Die Firma werde gegen den rechtskräftigen Beschluss vor Gericht ziehen, was sie jedoch vorläufig nicht von der Zahlung befreit.

Die Verbraucherschützer hatten dem Bericht zufolge schon die vorangegangene „Blödheits“-Kampagne des Media Marktes untersucht, sie jedoch weder mit Worten bedacht noch bestraft. Der Slogan im Sommer ließ jedoch die Sicherungen durchbrennen. Die Höhe der Strafe sei dem Gewicht der Rechtsverletzung und der Größe des betroffenen Konsumentenkreises angepasst, sagte Attila Kathi von der Behörde. Die Reklame der Warenhauskette, in der jeder als blöd bezeichnet worden sei, der nicht mit ihr feiere, habe ungewöhnlich große Empörung unter den Verbrauchern ausgelöst.

Der Geschäftsführer der Media Markt Saturn Holding Magyarország GmbH, Andor Maurer, verwies darauf, dass der Slogan in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland, ohne jegliche Folgen geblieben sei.

Drogennetz von Schülern in Ungarn ausgehoben

Die Polizei hat in der Stadt Dombóvár (Komitat Tolna) ein Drogennetz von Schülern ausgehoben. Bisher seien acht Mittelschüler verhört worden, berichtet die Regionalzeitung „Tolnai Népújság“. Die drei Dealer seien in Haft genommen worden. Dem Bericht zufolge hatte ein 20-jähriger junger Mann aus dem nahe gelegenen Döbrököz versucht, innerhalb eines halben Jahres das Netz aufzubauen. An den Drogengeschäften nahmen auch ein 20-Jähriger aus Dombóvár und ein 18-Jähriger Budapester teil, der die Drogen lieferte. Da derzeit Cannabis im Trend sei, hätten sie sich damit beschäftigt. Eine Zigarette wurde zum Preis von 500 bis 2000 Forint (etwa 2 bis 10 Euro) gehandelt. Die Dealer verdienten an einem Gramm im Durchschnitt 800 bis 1000 Forint.

Die Drogengeschäfte waren Lehrern einer Berufs-Mittelschule aufgefallen, die parallel zur Polizei selbst weiter die Szene beobachteten. Als der Sportlehrer drei Schüler ertappte, schlug auch die Polizei zu, die das Netz inzwischen aufgeklärt hatte. Zur Abschreckung wurde ein Schüler während der Pause in Handschellen abgeführt.

Das Personal der Schule hat nach Angaben des Direktors mit schweren Problemen zu kämpfen. 40 Prozent der Schüler sind funktionale Analphabeten. Die Bemühungen, ihnen Schreiben, Lesen und Rechnen beizubringen, sind jedoch relativ erfolgreich: Bis zu 93 Prozent der Jugendlichen verlassen die Schule mit einem Zeugnis.

Budapest: Polizeioffizier überfährt Fußgänger

Unter bislang ungeklärten Umständen hat ein ungarischer Polizeioffizier am Dienstag in Budapest einen Fußgänger überfahren. Bei dem Polizisten handelt es sich um den Chef des Polizeipräsidiums vom 22. Stadtbezirk der Hauptstadt, der bei dem Unfall seinen eigenen Wagen steuerte. Das Unfallopfer starb, nachdem er ins Krankenhaus gebracht worden war, an seinen Verletzungen. Der Budapester Polizeichef wies eine außerordentliche Untersuchung an. Über das Ergebnis werde unverzüglich informiert, teilte die Polizei mit.