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Dreiste Diebe in Ungarn: 400 Kilo schwerer Bankautomat geklaut

Besonders Dreiste Diebe müssen am frühen Freitagmorgen in Győr am Werk gewesen sein: Aus dem verglasten Vorraum eines Supermarktes ließen sie als Beute einen 400 Kilogramm schweren Bankautomaten mitgehen. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf mehrere zehn Millonen Forint (1 € etwa 250 Forint). Die Täter brachten zunächst in den verglasten Eingangsbereich ein, wo sie den Automaten von der Wand rissen und dann mitnahmen. In dem Raum gab es keine Sicherheitskamera, sondern nur einen Bewegungsmelder. Ein Einwohner aus der Umgebung meldete die Tat bei der Polizei, die Ermittlungen gegen unbekannt einleitete.

Hunde zerfleischen Behinderten in Ungarn

Drei kaukasische Schäferhunde haben einen behinderten Mann in Ungarn lebensgefährlich am Kopf verletzt. Der Fall trug sich bereits am Dienstag im westungarischen Komitat Vas zu, wurde jedoch erst am Donnerstag öffentlich bekannt. Der Mann musste, nachdem er etwa zwanzig Minuten lang von den Tieren attackiert worden war, noch mehrere Kilometer halb nackt zurücklegen, bevor er Hilfe fand.

Die drei Hunde waren bei der Ortschaft Peresznye aus einer Tierhaltungsanlage ausgebrochen und hatten den 64-jährigen Mann angegriffen, der sich in der Nähe aufhielt. Sie warfen ihr Opfer zu Boden und fügten ihm wahrscheinlich bleibende Schäden zu, berichtet die Unabhängige Nachrichtenagentur. Die Polizei leitete eine Untersuchung des Falles ein. Vorläufig gilt der Besitzer der Anlage nicht als Verdächtiger. Das könnte sich jedoch nach Polizei-Angaben ändern, wenn sich herausstellen sollte, dass er nicht alle Maßnahmen getroffen hatte, damit die Tiere sein Gelände nicht verlassen können.

Spanier bauen Hotel und Villenpark am Balaton

Die Fadesa Hungária AG mit spanischer Beteiligung will im Frühjahr kommenden Jahres eine ihrer Großinvestitionen am Silberstrand von Siófok starten. Auf etwa vier Hektar Fläche wird das Unternehmen dort für sechs Milliarden Forint (etwa 24 Millionen Euro) ein Hotel und einen Villenpark errichten, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf MTI.

Die Tochter der spanischen Martinsa-Fadesa erwarb in letzter Zeit vier Grundstücke am Silberstrand, sagte Abteilungsleiter Győrgy Szesztai. Ein 10 000 Quadratmeter großes Grundstück habe das Unternehmen auf Ausschreibungsbasis von der Siófoker Selbstverwaltung gekauft, die anderen drei aus Privathand.

Entlang der Uferpromenade sollen nun der Villenpark und das 4-Sterne-Hotel mit 150 Zimmern entstehen. In Abhängigkeit von der Erteilung der Baugenehmigung sollen die Arbeiten frühestens im kommenden Frühjahr beginnen. Parallel dazu startet dann auch der Verkauf der Immobilien. Fadesa arbeitet derzeit nach Angaben Szesztais an mehreren großen Investitionen in Budapest.

Jährlich verschwinden tausende Kinder in Ungarn

Was mit der kleinen Madeleine in Portugal geschah, passiert einem Bericht des Nachrichtensenders InfoRadio zufolge auch in Ungarn häufig. Bis zu 10 000 Kinder verschwinden jährlich, einige davon tauchen nie wieder auf. 90 Prozent kommen allerdings innerhalb von drei Monaten zurück.
75 Prozent der herumstreunenden Kinder ist aus Heimen geflüchtet, sie gehören unterschiedlichen Altersgruppen an, sagte eine Mitarbeiterin des Landespolizeipräsidiums. Zu den Ursachen des Verschwindens gehören Angst vor Bestrafung wegen schlechter Schulnoten, eine für das Kind unerträgliche Atmosphäre in der Familie oder Abenteuerlust.
Als Beispiele für Tragödien zunächst vermisster Kinder erinnert der Bericht an den kleinen Dominik, der Anfang August angeblich auf der Budapester Margareteninsel verschwunden war. In Wirklichkeit hatten ihn die Kampfhunde der Familie getötet, die Eltern den Leichnam verscharrt. In Nordostungarn verschwand im September die 21 Monate alte Paula, die trotz einer ausgesetzten hohen Belohnung und großer öffentlicher Anteilnahme bislang nicht gefunden wurde.