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Winterhalbjahr an Balaton und Velence: Sturmwarnung eingestellt

Siófok – Das Winterhalbjahr an Balaton und Velence-See hat begonnen: Das Sturmwarnsystem ruht für die Zeit, in der es kaum Badende im ungarischen Meer gibt. Am Mittwoch gab es die letzte Anzeige bis zur Wiederaufnahme des Dienstes im kommenden Frühjahr, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf radio.hu.

Nach Angaben des Meteorologischen Dienstes gab es in der zurückliegenden Saison am Balaton elf Mal Sturm mit mehr als 90 Stundenkilometer Geschwindigkeit oder mehr, was mehr als das Doppelte des Vorjahres war. Die Zunahme der Zahl der Sturmtage werde auch dadurch deutlich, dass das Sturmwarnsystem 30 Prozent mehr tätig war als im vorangegangenen Jahr. Die für die Balaton herausgegebenen Sturmwarn-Alarme erwiesen sich zu 85, die für den Velence-See zu 87 Prozent als genau.

Sand kam ins Rutschen – drei Jungen tot

Veszprém – Drei zwölfjährige Jungen sind am Dienstag beim Spielen in einer illegalen Sandgrube in Ungarn ums Leben gekommen. Die Kinder hatten zusammen mit einem 15-Jährigen, der die Herbstferien im Unglücksort Sümegprága (Komitat Veszprém) verbrachte, in einer illegalen Sandgrube eine Höhle gegraben, berichtet die Polizei. Dabei rechneten sie offenbar nicht damit, dass das Spiel bei Regenwetter besonders gefährlich war. Nur der 15-Jährige konnte sich vor der einbrechenden Sandmasse retten. Von ihm alarmierte Helfer konnten die drei verschütteten Kinder nur noch tot bergen. Die Suche hatte bis in die späten Abendstunden gedauert.

Die Polizei leitete Ermittlungen ein, in deren Verlauf vor allem der Besitzer der illegalen Sandgrube eine Rolle spielt. Nach Aussagen des Katastrophenschutzes war die zu Sümeg gehörende Sandgrube bis in die 70er Jahre in Betrieb. Später wurde sie verkauft, die Betriebsgenehmigung erlosch. Dennoch ging der Abbau von Sand weiter.

Karpfen aus dem Balaton kontra Seefisch

Siófok – Mit Speisen aus Silber- und Marmorkarpfen will die Balaton Fischerei AG Produkten aus Seefisch Konkurrenz machen. Bisher gebe es einen Wettbewerbsnachteil, weil die Fische aus dem Plattensee reich an Gräten sind, heißt es in einem Bericht auf dem Internetportal sonline.hu. In ein paar Jahren aber sollen Speisen und Konserven aus entgrätetem Balatonfisch in den Handel kommen. Das sehr schmackhafte Fleisch der Fische aus dem ungarischen Meer könnte ohne Gräten zu einem wahren Genuss werden.

„Wir wollen den gesunden Balaton-Fisch auf die Tische bringen“, sagte der Generaldirektor der Balaton Fischerei AG, Károly Győrgy Kiss. In einem Konsortium mit dem Limnologischen Institut des Balaton und dem Ingenieur-Institut der Universität Szeged plant das Unternehmen eine Entwicklung im Umfang von 500 Millionen Forint (etwa zwei Millionen Euro). Unter anderem sollen dabei der Fischbestand des Balaton erforscht und die Bedingungen für den Marktzugang des Balatonfisches verbessert werden.

Neben den Konserven mit Seefisch sollen dann auch solche mit Silber- oder Marmorkarpfen und Brassen in den Regalen der Geschäfte stehen. Bis es so weit ist, wird es die Aufgabe der Experten der Szegeder Universität sein, aus dem grätenreichen Fisch einen leicht zu verzehrenden Leckerbissen zu machen.

Drei Tote bei Unfall auf der Autobahn M3

Eger – Beim Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge auf der Autobahn M3 (Budapest – Debrecen/Nyíregyháza) im östlichen Ungarn sind am Montag drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Sattelschlepper mit Bananen hatte bei Füzesabony (Komitat Heves) einen Personenwagen unter einen mit leicht entflammbarem Paraffin beladenen Kesselwagen geschoben. Dabei waren die beiden Insassen des Pkw verbrannt, berichtet die Feuerwehr. Das Feuer griff auch auf den hinteren Teil des Kesselwagens und den Lkw über, dessen Fahrer in seiner Kabine verbrannte. Die Autobahn blieb mehrere Stunden lang gesperrt.