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Ungarn schickt illegalen Müll nach Deutschland zurück

Budapest – In Ungarn hat am Mittwoch der Rücktransport illegal aus Deutschland importierten Mülls begonnen. In Ács (Komitat Komárom-Esztergom) verabschiedete Umweltminister Gábor Fodor den ersten Lkw, auf dessen Rückseite er die Aufschrift „Zurück an den Absender“ befestigte. „Den illegal in Ungarn eingetroffenen Müll sollen diejenigen zurücknehmen, von denen er kam“, sagte der Minister nach einem Bericht des Senders „Gazdasági Rádió“ auf einer Pressekonferenz. „Der Platz der 4100 Tonnen Abfall, die gesetzwidrig nach Ungarn kamen, ist beim Absender.“

Bisher habe Deutschland für mehr als die Hälfte des Mülls die Verantwortung übernommen, fügte Fodor hinzu. Sein Ministerium hoffe, dass es auch für den Rest die Rückführung erreichen kann. Bei der gegenwärtigen Aktion soll Müll aus Ács, Kiskunmajsa und Kunbaja (Bács-Kiskun) nach Baden-Württemberg und Bayern zurücktransportiert werden. Bisher haben die Behörden gegen ungarische Firmen, die an dem illegalen Müllgeschäft beteiligt waren, 70 Millionen Forint (280 000 Euro) Strafe verhängt, weitere Sanktionen sind zu erwarten.

Nach einem Bericht der Zeitung „Népszabadság“ soll der Müll in einer Verbrennungsanlage in Premnitz (Brandenburg) vernichtet werden. Die Kosten für die Aktion belaufen sich auf rund 400 000 Euro, sagte dem Blatt der Chef der Agentur, die für die Abfallbehandlung zuständig ist, Hermann Reinhardt.

Landwirte haben Lektion nicht gelernt

Zu hohe Ansprüche und ungenutzte Möglichkeiten bei den Bodenfondsförderungen

Der Run der Datenabgleichungen, die für Auszahlungen aus dem Bodenfonds nötig sind,ist schon in der Zielgeraden. Im Komitat ist die Zahl derer, die zuviel Fördermittel beanspruchen, hoch, während die Landwirte von 30 Prozent der förderfähigen Flächen die Möglichkeit nicht nutzen.

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Zwölfjähriger stach aus Rache auf Frau ein

Nyíregyháza – Ein zwölfjähriger Junge hat am Montag im nordostungarischen Tuzsér eine Nachbarin aus Rache mit einem Messerstich schwer verletzt. Das Kind ging durch die offene Tür in das Nachbarhaus, rammte der schlafenden 19jährigen Frau das Messer in den Rücken und flüchtete vom Tatort, teilte die Polizei laut MTI mit. Die Frau, neben der zur Tatzeit ihr Lebensgefährte und ihr Kind schliefen, wurde ins Krankenhaus gebracht.

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass der Messerstecher am Vortag beim Fußballspielen mit dem Kind der betroffenen Frau und anderen in Streit geraten war. Auch die Frau, an der der Junge Rache übte, hatte sich In die Auseinandersetzung eingeschaltet.

Der Junge hat seine Tat gestanden, ist aber aufgrund seines Alters nicht strafmündig. Die Polizei ermittelt unter Einbeziehung der Vormundschaftsbehörde weiter.

Ungarn stellt auf digitales Fernsehen um

Budapest – Das ungarische Parlament hat den Weg für die Umstellung des Fernsehens auf digitalen Empfang frei gemacht. Mit großer Mehrheit beschlossen die Abgeordneten, dass Ungarn gemäß seinen Verpflichtungen als EU-Mitglied sich vom terrestrischen Fernseh-Empfang verabschiedet und zur modernsten Technik übergeht, berichtet die Presse am Dienstag.

Der bisherige analoge Empfang wird ab 2012 nicht mehr möglich sein. Das erste digitale Programmpaket soll im kommenden Herbst ausgeschrieben werden. Den Plänen zufolge könnte so der digitale Betrieb Ende nächsten Jahres oder Anfang 2009 beginnen.

Damit wird es zu diesem Zeitpunkt auch in Ungarn so weit sein, dass bis zu 30 Kanäle statt der bisherigen drei mit der Zimmerantenne zu empfangen sein werden. Etwa 55 Prozent der Haushalte, die schon bisher per Kabel Fernsehen empfangen, können aufgrund der Konkurrenz mit günstigeren Preisen rechnen.