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Primas-Keller in Ungarn vor der Eröffnung

Eine neue Attraktion erwartet die Touristen demnächst im Nordwesten Ungarns. Unter der Basilika von Esztergom öffnet in der zweiten Maihälfte der Primas-Keller, benannt nach dem Primas, dem ersten Erzbischof des Landes. Dabei handelt es sich um ein ganzes Kellersystem aus dem 19. Jahrhundert, das mit EU-Hilfe für eine Milliarde Forint erneuert wurde. Insgesamt stehen unterirdisch 3700 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, wo die Gäste ein Besucherzentrum, eine Schau von Weinen aus dem Karpatenbecken, eine interaktive Ausstellung über Wein und Weinbau sowie die Gaststätte Prímás Pince vorfinden.

Zoll findet historische Bibel im Reisegepäck

Der ungarische Zoll hat eine in Leipzig 1776 herausgegebene Bibel im Reisegepäck eines Amerikaners entdeckt. Das historische Stück kam bei einer Kontrolle auf dem Flughafen Budapest-Ferihegy zum Vorschein, berichtet Zollsprecher Jenő Sipos. Auch bei anderen Reisenden fanden die Beamten Kunstgegenstände, die aus Ungarn nur mit einer besonderen Genehmigung ausgeführt werden dürfen. So stellten sie in einem Fall drei Gemälde sicher, die nach Expertenmeinung vom Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Allein ihr Wert wurde auf mehrere Millionen Forint geschätzt. Ein Russe führte zwei Gemälde ohne Erlaubnis mit sich, die zu den Kulturgütern gehören.

Harkány: Privatisierung des Heilbades möglich

Nach der Anhäufung einer erheblichen Schuldenlast will der Kurort Harkány (Komitat Baranya) den Betrieb seines Heilbades möglicherweise in private Hände geben. Wie das Nachrichtenportal bama.hu schreibt, kursieren Gerüchte im Ort, wonach das Bad wegen der komplizierten Finanzlage der Kommune entweder verkauft oder das Recht des Betriebs abgegeben wird. Dem Bericht zufolge sind die Gerüchte nicht unbegründet, denn anders könne Harkány die Eigenmittel für umfangreiche Bauvorhaben nicht aufbringen. Die Kleinstadt hatte per Ausschreibungen Fördermittel der EU gewonnen. Ein Investor soll die Bereitstellung der erforderlichen Eigenmittel zugesagt, dafür aber die Betreiberrechte gefordert haben.

(Weitere Einzelheiten in der Mai-Ausgabe)

Drei Grippetote in Ungarn

Die Schweinegrippe hat sich aus Ungarn noch nicht zurückgezogen. Innerhalb der vergangenen zehn Tage starben drei Menschen am H1N1-Virus, berichtet das staatliche Fernsehen in seiner Nachrichtensendung. Eine der Opfer war eine 60-jährige Frau. Über die anderen beiden Todesfälle sowie eventuelle chronische Leiden der Betroffenen war nichts bekannt. Insgesamt starben bislang 133 Ungarn an der Schweinegrippe oder einer damit einhergehenden Komplikation. Der amtsärztliche Dienst wies in seinen Labors während der zurückliegenden Woche bei vier Patienten das Virus nach.