Der Balaton-Flughafen in Sármellék könnte vom nächsten Frühjahr an nach Zeiten des Niederganges einen beginnenden Aufschwung erleben. Voraussichtlich nehmen deutsche, britische und russische Gesellschaften den Verkehr nach FlyBalaton auf, berichten ungarische Medien. Ryanair, Germanwings und Aeroflot kehren möglicherweise an den Plattensee zurück. Verhandlungen mit den Betreibern von FlyBalaton bestätigte auch der Verkaufs- und Marketingmanager von Ryanair im Zusammenhang mit dem Abzug vom Budapester Flughafen. Der Geschäftsführer des Flughafenbetreibers von Sármellék, der FB Airport Kft., Ágoston Gubicza, wollte vorerst noch keine Erklärungen darüber abgeben, welche Linien im Frühjahr 2011 am Balaton landen werden. Er bekräftigte jedoch, dass FlyBalaton im kommenden Jahr plangemäß mit 80 000 bis 100 000 Passagieren rechnet. In diesem Jahr wurde ein Verkehr von rund 25 000 Fluggästen erzielt.
Ungarisch bei Übersetzungen vorn
Die ungarische Sprache rangiert bei Übersetzungen aus und in fremde Sprachen auf den vorderen Plätzen. Das weist eine spezielle Statistik aus, der Index Translationum. Danach ist das Ungarische unter den Zielsprachen an 13. und unter den Quellsprachen an 15. Stelle. Relativ und absolut bestehe also großer Bedarf an ungarisch sprechenden Übersetzern.
Die Datenbasis bei der UNESCO hat mehr als zwei Millionen Übersetzungen in 820 Sprachen von 130 Ländern registriert, und zwar schöngeistige Literatur und wissenschaftliche Arbeiten gleichermaßen. Das Ungarische steht den Angaben zufolge noch vor Arabisch, Portugiesisch, Hebräisch, Koreanisch, Chinesisch, Hindi und Türkisch. Allerdings rangieren bei den Quellsprachen zwei tote Sprachen – Latein und Altgriechisch – noch dem Ungarischen.
Nach der Anzahl der Sprachträger (14 bis 15 Millionen) befindet sich das Ungarische jedoch „nur“ an 60. Stelle unter den geschätzten mehr als 6000 Sprachen in der Welt. In das Ungarische wird am häufigsten aus dem Englischen, Deutschen, Französischen, Russischen, Tschechischen, Italienischen, Slowakischen, Rumänischen und Polnischen übersetzt – in dieser Reihenfolge, berichtet das Internetportal Nyelv és Tudomány (Sprache und Wissenschaft) – nyest.hu.
Mehr Touristen nach Ungarn – Gleiche Übernachtungszahl
Bei 3,6 Prozent mehr ausländischen Touristen hat sich iin den ersten acht Monaten des Jahres die Zahl der Übernachtungen kaum verändert. Das teilte die Ungarische Tourismus AG auf der Basis eines Berichts der Europäischen Tourismus-Kommission (ETC) mit. Verringert habe sich die Zahl der Gäste aus Deutschland und den Niederlanden, während mehr Besucher aus Estland, Österreich, der Türkei und Italien in Ungarn eintrafen. In dem ETC-Bericht wird auch festgestellt, dass der Tourismus in der Welt und Europa auf dem Weg der Gesundung sei.
Mercedes kooperiert mit Hochschule Kecskemét
Das im Bau befindliche Mercedes-Werk in Ungarn hat am Freitag mit der Hochschule in Kecskemét einen Vertrag über strategische Zusammenarbeit geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist unter anderem die dauerhafte Sicherung des Nachwuchses in der Region. Dabei soll die Fakultät für Maschinenbau und Automatisierung zur wichtigsten Hochschuleinrichtung Ungarns auf dem Gebiet der Fachleute-Ausbildung für die Autoindustrie werden, hieß es in einer Pressemitteilung der Mercedes-Benz Hungaria Kft. Als wichtigste Voraussetzung dafür werde die praxisorientierte duale Hochschulbildung entwickelt. In der Perspektive soll die Hochschule einen Lehrstuhl für Fahrzeugbau erhalten.
Für Mercedes habe die Sicherung des Nachwuchses zentrale Bedeutung, denn das Unternehmen plane langfristig, erklärte der geschäftsführende Direktor der Mercedes-Fabrik in Kecskemét, Frank Klein. „Neben der theoretischen Ausbildung müssen wir großes Gewicht auf die praktische Ausbildung legen, damit unsere Fachleute bei der Fertigung entsprechende Qualität liefern können.“
Im Oktober war auf dem Bau der Mercedes-Fabrik in Kecskemét Richtfest gefeiert worden. Derzeit wird mit dem Aufbau der Anlagen für die Autofertigung begonnen. Künftig sollen hier jährlich 100 000 Fahrzeuge der A- und B-Klasse gebaut werden.
