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Umfrage: Mehr Optimismus in Ungarns Wirtschaft

Die Talsohle scheint durchschritten und eine leichter Aufwärtstrend zeichnet sich ab. Das fanden die Meinungsforscher des Instituts TARKI für den über die Beurteilung der ungarischen Wirtschaft im Auftrag des Nachrichtenmagazins für Wirtschaft und Politik „HVG“ in ihrer am Freitag veröffentlichten Umfrage heraus.

Der Wert auf der Skala von 0 bis 100 ihres Indexes für das „wirtschaftliche Befinden“ erreichte 33,3 Punkte nach 29,4 im zurückliegenden Quartal und 28,7 im Quartal davor. Damit fand der dramatische Absturz sein Ende, der Ende 2008 und im Frühjahr dieses Jahres registriert wurde. Das Befinden, das Lage und Aussichten der verarbeitenden Industrie zeigt und die von der Bevölkerung und entscheidend von den Trends der Außenmärkte abhängt, zeigt eine Tendenz der Besserung, auch wenn es noch wesentlich hinter dem langfristigen Durchschnitt zurückbleibt.

Die Bevölkerung sieht auch die allgemeine Lage Ungarns etwas besser im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Im Hinblick auf die Aussichten des Landes ist sie wesentlich optimistischer als zu Jahresbeginn.

Pécs ist Kulturhauptstadt 2010

Verzögerungen bei den zwei wichtigsten Bauvorhaben der Kulturstadt

Pécs/Brüssel – Grund zur Freude im südlichen Ungarn: Das wie kaum eine andere Stadt des Landes von Kulturdenkmälern geprägte Pécs mit seiner rund zwei Jahrtausende alten und sehr wechselvollen Geschichte ist nun offiziell Europäische Kulturhauptstadt. Im November beschlossen die EU-Kulturminister in Brüssel, dass Pécs (Fünfkirchen) und die Ruhrgebietsstadt Essen den ehrenvollen Titel führen dürfen. In der Rubrik der Nicht-EU-Staaten setzte sich Istanbul durch.

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Ungarn kaufen mehr Billigmarken

Die Haushalte in Ungarn haben im ersten Quartal 2009 weniger Geld für Erzeugnisse mit großen Markennamen ausgegeben. Das stellte das Marktforschungsinstitut GfK Hungária fest. Die Einkäufe gingen zurück, es wurden weniger Konsumgüter des täglichen Bedarfs gekauft und es floss auch weniger Geld in die Kassen als ein Jahr zuvor. Die Kaufentscheidungen tendierten eher zu billigeren Produktmarken.

Während die Haushalte für die „A“-Marken, die allgemein ein höheres Preisniveau repräsentieren, in den ersten vier Monaten des Jahres bedeutend weniger Geld ausgaben, wuchs die Nachfrage nach den so genannten „B“-Marken, die eine geringere Rolle in der Reklame spielen und keine Marketing-Unterstützung erhalten.

Die wirtschaftliche Rezession drückt den makroökonomischen Parametern in Ungarn ihren Stempel auf, heißt es in der Analyse. Unter anderem wird dafür ein prognostizierter Rückgang des Brutto-Inlandsprodukts um mehr als 6 Prozent Prozent im Jahr 2009 sowie des Realeinkommens um annähernd 5 Prozent angeführt. Das führe zu einem 6-prozentigen Minus beim Verbrauch der Haushalte bis zum Jahresende. Eigenmarken von Handelsketten konnten jedoch überraschenderweise nicht von der Entwicklung profitieren, obgleich auch sie allgemein billiger sind als die großen Produktmarken.

Domingo und Operalia-Preisträger zu Gala in Pécs

Die Kulturhauptstadt 2010 Pécs/Fünfkirchen erlebt am Wochenende den kulturellen Höhepunkt des Jahres. Nach Abschluss des großen Gesangswettbewerbs Operalia in Pécs und Budapest geben die Sieger zusammen mit ihrem Mentor und Begründer der Operalis, Placido Domingo, am Samstag auf dem Domplatz ein Gala-Konzert. Jeder kann hingehen, bei freiem Eintritt finden einige tausend Musikliebhaber auf den Stehplätzen des Areals Platz – ein musikalisches Kunsterlebnis zum Nulltarif, das bietet die werdende Kulturhauptstadt ihren Einwohnern und Gästen.

Bei dem Konzert, das am Abend 20.30 Uhr beginnt, stehen neben Domingo die Sopranistin Julia Novikova und der Tenor Alexey Kudrija (Russland), die den ersten Preis erhielten, sowie die spanische Sopranistin Auxiliadora Toledano und der chinesische Bass Wenwei Zsang, die italienische Mezzosopranistin Annalisa Stroppa sowie die jüngste Teilnehmerin der Operalia 2009, die Ungarin Brigitta Simon, vor dem Publikum. Sie wollen die populärsten Opernschlager darbieten. Dabei begleiten sie die Pannon Philharmoniker unter der Stabführung von Israel Gursky, Kapellmeister der Washingtoner Nationaloper.