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Ungarn kaufen mehr Billigmarken

Die Haushalte in Ungarn haben im ersten Quartal 2009 weniger Geld für Erzeugnisse mit großen Markennamen ausgegeben. Das stellte das Marktforschungsinstitut GfK Hungária fest. Die Einkäufe gingen zurück, es wurden weniger Konsumgüter des täglichen Bedarfs gekauft und es floss auch weniger Geld in die Kassen als ein Jahr zuvor. Die Kaufentscheidungen tendierten eher zu billigeren Produktmarken.

Während die Haushalte für die „A“-Marken, die allgemein ein höheres Preisniveau repräsentieren, in den ersten vier Monaten des Jahres bedeutend weniger Geld ausgaben, wuchs die Nachfrage nach den so genannten „B“-Marken, die eine geringere Rolle in der Reklame spielen und keine Marketing-Unterstützung erhalten.

Die wirtschaftliche Rezession drückt den makroökonomischen Parametern in Ungarn ihren Stempel auf, heißt es in der Analyse. Unter anderem wird dafür ein prognostizierter Rückgang des Brutto-Inlandsprodukts um mehr als 6 Prozent Prozent im Jahr 2009 sowie des Realeinkommens um annähernd 5 Prozent angeführt. Das führe zu einem 6-prozentigen Minus beim Verbrauch der Haushalte bis zum Jahresende. Eigenmarken von Handelsketten konnten jedoch überraschenderweise nicht von der Entwicklung profitieren, obgleich auch sie allgemein billiger sind als die großen Produktmarken.