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Nach der Wahl eingestelltes Bauvorhaben

Politische Auseinandersetzungen um die Investition der Veszprémer Sporthalle

Eine Untersuchungskommission soll ermitteln, wer dafür verantwortlich ist, dass der Bau der Veszprémer Sporthalle ohne Baugenehmigung begonnen wurde – das entschied die letzte außerordentliche Sitzung der Veszprémer Selbstverwaltung. Die im Sommer begonnenen Bauarbeiten wurden eingestellt.

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Ungarns Industrieproduktion 23 Prozent geschrumpft

Die derzeitige Krise trifft die ungarische Industrie besonders hart. In den Monaten Januar bis Mai brach die Industrieproduktion mit 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr regelrecht ein, während die Bauindustrie nur knapp 7 Prozent Rückgang verbuchte, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Dienstag. Die Exporte sanken in Euro gerechnet um 26, die Importe um 31 Prozent. Gleichzeitig nahm die Zahl der Beschäftigten um 2,1 Prozent ab und das Lager der Arbeitslosen um 27 Prozent zu. Der Netto-Durchschnittsverdienst stieg um 1 Prozent, der Reallohn sank um 2,1 Prozent. Das wirkte sich offenbar auch auf den Umsatz im Einzelhandel aus, der um 3,6 Prozent abnahm. Die Verbraucherpreise stiegen dagegen im Zeitraum Januar-Juni um 3,3 Prozent an.

Leichtsinn am Balaton – Rettungsdienst hat Hochsaison

Leichtsinn der Badegäste am Balaton bringt dem Rettungsdienst am „ungarischen Meer“ in dieser Saison besonders viel Arbeit. Damit setzen sich die Tendenzen der vergangenen Jahre fort, schreibt die Zeitung „Népszabadság“. Innerhalb weniger Tage mussten die Retter Dutzende Male in den Einsatz und in noch mehr Fällen konnten sie durch Warnungen Schlimmes verhindern. Immer wieder bringen sich Urlauber durch Alkohol, Missachtung der Bestimmungen und der Gefahren des Sees in Gefahr.

Die häufigste Unfallursache ist nach Erfahrung der Wasserretter, dass Menschen mit erhitztem Körper ins Wasser springen und dann ohnmächtig werden. Auch alkoholisierten Badegästen müssen sie oft zu Hilfe eilen. Oft geraten Kinder in Gefahr, weil sie nicht beaufsichtigt werden. Erst kürzlich entging ein fünfjähriges Mädchen nur dank der Aufmerksamkeit eines Wasserretters dem sicheren Tod: Seine Eltern hatten es am Nordufer im Wasser ohne Aufsicht gelassen. Bei niedrigem Wasser rutschte das Kind aus, verlor seinen Schwimmring, schluckte Wasser und drohte zu ertrinken. Im buchstäblich letzten Augenblick hob der Retter des Kind aus dem See.

Im vorigen Jahr mussten in der Hauptsaison fast 200 Menschen aus unmittelbarer Lebensgefahr gerettet werden. Sieben Menschen ertranken, nur zwei von ihnen bei Sturm und fünf bei Windstille.