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Keine Brücke, sondern Ruf nach zweiter Balatonfähre

Jahrzehntelang setzte sich János Nemcsók, Balaton-Regierungsbeauftragter, für einen Brückenschlag zwischen Szántód und Tihany ein.

Dort wurde das bravourös geplante Bauwerk jedoch nie errichtet, vielmehr entstand parallel zum Plattensee, zwischen zwei Hügeln bei Köröshegy, die gigantische M7-Autobahnbrücke. Teuer war’s, 44 Milliarden Forint oder 176 Millionen Euro hat das Prestigeobjekt verschlungen, obwohl auch eine billigere Lösung im Raum stand.

Eine Brücke über den Balaton will jetzt niemand mehr. Allerdings wird nun der Ruf nach einer zweiten Fährverbindung zwischen Fonyód und Badacsony laut. Leider gibt es immer noch Einige, die eine Investition dafür, im Gespräch sind 4 Milliarden Forint, hinauszögern. Witzig, nur die Anwohner können nicht darüber lachen. Die M7-Autobahn mit ihrem sündhaft teueren Viadukt bringt die Urlauber bequem und schnell an die kroatische Adria, fast genauso schnell, wie man mit dem Auto in der Saison – besonders bei Regenwetter – vom Balatonsüd- zum Nordufer braucht.

Lang ist’s her, da gab es zahlreiche Fähren auf dem Plattensee, so z.B. bei Fenékpuszta oder in Révfülöp, dessen Name noch heute davon zeugt. Damals blies der Wind die Schiffe über den See, heute schafft es die Fähre von Szántód nach Tihany laut Fahrplan in acht Minuten.

Die Auslastung einer neuen Fährverbindung wäre absolut gesichert, besonders die beförderten Kraftfahrzeuge versprächen reichlich Gewinn. Und der Betrieb könnte das ganze Jahr über, mit Ausnahme bei starkem Frost, aufrecht erhalten werden.

Sind vier Milliarden Forint Investition für eine zweite Fährverbindung viel oder wenig? Einen großen Wert hätte sie allemal.

(Quelle: sonline.hu)

Nadel im Herzen – Ärztlicher Kunstfehler?

Schwerwiegende Spätfolge einer Schulteroperation: Eine Stück Stahldraht, das im Körper geblieben war, fügte einem Mann in Ungarn eine Herzverletzung zu. Jetzt hat das Komitatsgericht der Baranya in erster Instanz über Schadensersatzforderungen an den Chirurgen zu entscheiden, der vor sieben Jahren den Eingriff vorgenommen hatte. Der Patient leidet seitdem unter den Folgen der Operation und ist nur eingeschränkt arbeitsfähig, berichtet die Zeitung „Dunántúli Napló“.

Das nadelartige Drahtstück wanderte von der Schulter bis zum Herzen, was die Mediziner auch bei mehreren zwischenzeitlichen Röntgenaufnahmen nicht bemerkten. Ungeklärt ist derzeit auch, wo ein weiterer Draht geblieben ist. Von anfänglich drei Stück wurde einer entfernt, der zweite wanderte zum Herzen und der dritte ist nicht auffindbar. Der betroffene Patient bewahrt das inzwischen entfernte „Corpus Delikti“ in einem Glasröhrchen zur Erinnerung auf. Nicht nur in Ungarn gibt es immer wieder Berichte über ärztliche Kunstfehler.

ABM am Balaton

Bäume fällen, Blumen pflanzen – das sind die Aufgaben

Das in diesen Tagen gestartete Arbeitsbeschaffungsprogramm am Balaton erleichtert das Leben von fast 600 registrierten Arbeitslosen. Auch die Ufergemeinden ziehen Nutzen aus dieser Maßnahme, die ihnen hilft, die Gemeinden in Ordnung zu halten.

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Mammutknochen und uraltes Haus gefunden

Beim Bau der Autobahn M6 (Budapest-Pécs) in Ungarn werden immer wieder archäologische Überraschungen zu Tage gefördert. Zuletzt stießen Bauleute auf Überreste von Mammuts und Urpferden. Außerdem fanden sie die Überreste eines Hauses aus der Bronzezeit.

Ein Bagger hatte die Knochen und Zähne aus der Eiszeit ans Licht gebracht, berichtet das Web-Portal pecsinapilap.hu in einem Videoreport. Nachdem Altertumsforscher innerhalb von nur einer Viertelstunde mehr als zehn Funde sichergestellt hatten, entschlossen sie sich zur Erschließung eines größeren Bereichs in der Umgebung der Funde.