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Mord für 300 Forint – 13 Jahre Gefängnis

Für eine Beute von nur 300 Forint (etwa 1,15 Euro) hat ein 20 Jahre alter Mann mit zwei Mittätern einen behinderten Rentner in Szekszárd (Komitat Tolna) auf grausamste Weise ermordet. Ein Gericht verurteilte ihn deshalb am Montag zu einer Haftstrafe von 13 Jahren. Die beiden Mittäter sollen für 11 und 8 Jahre hinter Gitter, berichtet das staatliche Fernsehen am Montag in seiner Nachrichtensendung.

Die drei Täter waren Ende Mai in das Haus des 80jährigen eingebrochen, um den Mann auszurauben. Statt der erhofften Beute von 20 000 bis 30 000 Forint fanden sie jedoch nur 300 Forint Bargeld bei ihrem Opfer. Alle drei misshandelten den Alten, der schließlich erstickte, weil sein Gesicht auf den Boden gepresst wurde. Gleich nach dem Mord begingen die Täter eine weitere Straftat. Sie stahlen Landmaschinen von einem Werksgeländer in Szekszárd. Nach dem Standpunkt des Richters spiegelte die zweite Straftat die völlige seelische Leere der Angeklagten wider.

Der Hauptangeklagte nahm das Urteil an, während Anklage und Verteidigung gegegen das Urteil im Fall der Mitangeklagten in Berufung gingen.

Regional-Airports im Aufwind

Budapests Flughafen Ferihegy bekommt Konkurrenz „aus der Provinz“

Neben dem internationalen Flughafen Budapest-Ferihegy, mit den neuen Terminals 2A Drehkreuz der Malév Airlines bzw. 2B für internationale Fluggesellschaften und am älteren Terminal 1 inzwischen Zielflughafen der europäischen Low Cost Carrier, die Ungarn seit dem EU-Beitritt im Mai 2004 verstärkt in ihre Streckennetzplanungen integriert haben, gibt es in Ungarn eine Vielzahl kleinerer Flugplätze mit Gras- sowie befestigten Landebahnen für die Sport-und Segelfliegerei und zehn Regionalflughäfen.

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Störende Kirchenglocken

Als man den nur sechs Meter hohen offenen Glockenturm der József-Mindszenty-Gedächtniskirche in Veszprém erbaute, dachte man wahrscheinlich nicht an die Folgen für die Anwohner.

Spätestens jetzt tritt nämlich ein Problem zutage. Dreimal wochentags, an Wochenenden wenigstens sechsmal täglich, rufen die Glocken an besagtem Ort zum Gebet. Und zwar derart laut, daß auch nach Meinung gläubiger Christen die erträglichen Grenzen deutlich überschritten werden. Neben der Kirche steht ein zehnstöckiger Plattenbau, in dem sich Wohnungen befinden, die nur etwa zehn Meter vom Glockenturm entfernt liegen. Tamás Hudvágner, der gewählte Stadtteilvertreter in Veszprém, hat sich mit den Unannehmlichkeiten vertraut gemacht und sieht die belästigten Anwohner im Recht. Doch leider kann auch er momentan keine Problemlösung für die Kirchennachbarn anbieten, die bereits erfolglos versucht haben, ihre Wohnungen zu verkaufen oder zu vermieten.

Eine Lösung würde sich noch anbieten: Die Planung und Errichtung einer Lärmschutzmauer zwischen Glockenturm und Wohnhäusern mit geschätzten sechs Millionen Forint Kosten. Da laut vehir.hu aber weder die Stadt Veszprém noch die Kirchenverwaltung über eine so ergiebige Geldquelle verfügen, werden sich die Anwohner auf unabsehbare Zeit mit den lauten Umständen abfinden müssen. Mag sein, daß ein Gespräch mit dem Herrn Pfarrer wenigstens teilweise weiterhilft.

Schweizer in Ungarn niedergestochen

Ein 61jähriger Schweizer ist in dem Dorf Nagybakónak (Komitat Zala) von einem bislang unbekannten Täter niedergestochen worden. Das teilte die Polizei des Komitats mit. Der Mann wurde bereits am Donnerstagmorgen mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus von Nagykanizsa eingeliefert. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordversuches ein. Über eine heiße Spur zum Täter konnte ein Sprecher der Behörde Sonntagabend noch nichts mitteilen.