Balaton Zeitung E-Paper Banner

Rennpferde und Schnecken auf der Autobahn

Mit vier Lasermeßgeräten an vier verschiedenen Orten führte die Polizei Geschwindigkeitsmessungen auf der Autobahn M7 durch.

Auf den Fahrbahnabschnitten im Komitat Somogy wurden im Verlauf von sechs Stunden 487 Schnellfahrer ermittelt. Besonders eilig hatte es der Fahrer eines Mercedes, der gleich zweimal auffiel: In Balatonfenyves mit 195, bei Ordacsehi mit 188 Stundenkilometern. Der Tagesrekord wurde allerdings von einem BMW erzielt, der bei erlaubten 130 km/h mit 209 „einherfuhr“. In der LKW-Kategorie erreichte ein Fahrer die Höchstpunktzahl, der die Polizisten statt 80 mit 150 km/h erstaunte.

Aber auch die Langsamfahrer bereiten erstaunlicherweise Probleme. Ein Personenwagen kroch mit 57, ein LKW mit 54 km/h auf der M7 dahin, obwohl auf Autobahnen eine Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h vorgeschrieben ist.

Insgesamt gesehen kann sich die Polizei über die gezeitigten Ergebnisse nicht beklagen. Oberstleutnant Tibor Kulcsár teilte mit, daß während der Meßaktion am Mittwochnachmittag kein Unfall mit Personenschaden zu beklagen war.

(Quelle: sonline.hu)

Hotel-Boom in Pécs angekündigt

Die künftige Kulturhauptstadt Pécs steht vor einem wahren Hotel-Boom. Fehlten bislang im Komitatszentrum die Unterkünfte besserer Kategorien, soll das nunmehr mit Blick auf die bevorstehenden großen Ereignisse nachgeholt werden. So kündigt sich für 2010 die Wiedereröffnung des seit nunmehr zehn Jahren geschlossenen Nádor Hotels an. Rund 800 Millionen Forint (knapp drei Millionen Euro) fließen in die Rekonstruktion, damit der Bau mit seinen 135 Zimmern, einer Konferenz-Kapazität für 100 Teilnehmer und einer Wellness-Fitness-Abteilung vier Sterne erhält, berichtet das Turizmus Panorama Bulletin.

In der Nähe vom Zsolnay-Viertel, einem der Hauptobjekte der Kulturhauptstadt auf dem weitläufigen Gelände der einst berühmten Porzellanmanufaktur, wird im Frühjahr 2010 das 4-Sterne-Hotel Corso übergeben. Ein weiterer 4-Sterne-Bau, das Balokány Konferenz und Wellness Hotel, wird etwa zur gleichen Zeit in der Nähe des geplanten neuen Konzertsaales aus dem Boden wachsen. Schon November 2009 ist die Übergabe des 4-Sterne-Hotels Laterum geplant. Das Hotel Matias soll bis Januar 2010 zu einem 4-Sterne-Haus aufgewertet werden. Und auch das Makár Tanya Sporthotel will zu den vier Sternen aufsteigen. Bis Juni 2009 möchte das Hotel Millenium mit seinen 40 Betten ebenfalls vier Sterne erhalten.

Auf an den Balaton!

Immobilien-Angebot am ungarischen Meer ist nach wie vor riesengroß

Obwohl der Immobilienmarkt am Balaton den Tiefpunkt noch immer nicht hinter sich gelassen hat, wurde er durch die Investitionen der vergangenen Jahre doch etwas aufgemischt. Käufer aus dem Ausland gibt es nicht, doch nach Grundstücken in Ufernähe, die über gute Parameter verfügen, und Häuser und Ferienhäuser mit einem Wert zwischen 15 und 22 Millionen Forint gibt es einen gewisse Nachfrage. Das Angebot am ungarischen Meer ist allerdings nach wie vor riesengroß.

Weiterlesen…

1956 – Volksaufstand in Ungarn

Am heutigen Feiertag erinnert sich Ungarn an den 23. Oktober 1956, als mit einer Großdemonstration von Studenten in Budapest der Volksaufstand begann.

Abertausende von Arbeitern und Sympathisanten schließen sich an und am Abend fordert eine unübersehbare Menschenmenge vor dem Parlament Meinungs- und Pressefreiheit, freie Wahlen, Unabhängigkeit von der Sowjetunion, sowie die Einsetzung des reformorientierten Kommunisten Imre Nagy als Regierungschef.

Nagy fordert in seiner Rede die Menge auf, nach Hause zu gehen. Überraschend wird er einen Tag später vom Zentralkomitee der Partei zum Ministerpräsidenten berufen. Die Revolution greift mittlerweile auf das ganze Land über, Armee und Polizei stellen sich auf die Seite der Aufständischen. Am 1. November tritt Ungarn aus dem Warschauer Pakt aus. Imre Nagy appelliert an die Vereinten Nationen und erklärt die Neutralität Ungarns. Am 4. November greift die Sowjetunion militärisch ein. Im Verlauf der folgenden Straßenkämpfe sterben 2.652 Menschen. Die Revolution bricht zusammen und mehr als 200.000 Ungarn fliehen ins Ausland. Imre Nagy findet zunächst Schutz in der jugoslawischen Botschaft, wird jedoch später verhaftet und im Juni 1958 hingerichtet. Er wird nach der politischen Wende 1989 von Ungarn offiziell rehabilitiert und feierlich beigesetzt.

Der Verfasser dieses Artikels, der 1956 eine katholische Bekenntnisschule in Bayern besuchte, erinnert sich gut an die letzten Worte des täglichen Morgengebets, das die Ungarn mit einschloß: „…und befreie sie von der Roten Armee“.