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Verkehrs-Chaos in Budapest bleibt aus

Der Budapester Verkehrsbetrieb wird an diesem Donnerstag nicht wie ursprünglich angekündigt bestreikt, meldet die Nachrichtenagentur MTI. Damit bleibt auch das erwartete Verkehrs-Chaos aus. Das Streikkomitee sah den Regierungsbeschluss als vertrauenerweckend an, wonach die Verkehrsbetriebe 40 Milliarden Forint (etwa 160 Millionen Euro) erhalten. Als erfreulich bezeichnete der Sprecher des Streikkomitees, Gábor Nemes, dass die Gewerkschaften in die Ausarbeitung der Details eines Vorstadt-Verkehrsbetriebes einbezogen werden. Die Bereitschaft zum Streik bestehe jedoch weiter, da der Regierungsbeschluss nicht die langfristigen Betriebsprobleme des Budapester Verkehrsbetriebes löst.

Künftig kein Nadelöhr am Budapester Autobahnring

Die Tage des Nadelöhrs auf dem südlichen Abschnitt des Budapester Autobahnrings und damit der vielen Staus und Unfälle sind gezählt. Im kommenden Jahr beginnen laut MTI zwischen den Autobahnen 1 (Budapest-Wien) und 2 (Budapest-Szeged) die Arbeiten zur Verbreiterung des Rings. In beiden Richtungen entsteht eine dritte Fahrspur. Eine neue Donaubrücke sichert die durchgehende Erweiterung des sensiblen Streckenabschnitts.
Das Projekt wurde notwendig, weil derzeit auf dem Südabschnitt drei Mal so viele Autos am Tag fahren, als früher einmal geplant. Die EU stellt für den Bau zehn Milliarden Forint (etwa 40 Millionen Euro) bereit.

Sekt und Würstchen Renner im Einzelhandel

Mit dem Näherrücken der Festtage stellt das Marktforschungsinstitut GfK in Ungarn immer größeres Kaufinteresse für Sekt und Würstchen fest. Die Verbraucher kauften im letzten Monat des Jahres die Hälfte ihrer jährlichen Sektmenge, heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts. Dabei greifen im Dezember acht mal so viele Haushalte zum Sekt wie in durchschnittlichen Monaten.

Würstchen dagegen zählten auch nach den Feiertagen zu den beliebten Nahrungsmitteln. In den ersten neun Monaten dieses Jahres kauften die ungarischen Haushalte den Angaben zufolge vier Prozent mehr „Virsli“ als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Sektkonsum sei ausgesprochen saisonabhängig und in Ungarn vor allem mit den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel verbunden. Sekt oder Schaumwein hatten im Jahre 2007 45 Prozent der Haushalte gekauft. Seit 2003 gehe jedoch der Anteil der Konsumenten in dieser Kategorie zurück, stellte GfK in seinem ConsumerScan fest, mit dem das Institut den privaten Verbrauch der Haushalte ermittelt. Damals waren noch 53 Prozent der Haushalte am Sekt-Einkauf beteiligt.