Balaton Zeitung E-Paper Banner

Umfrage: Ungarn vor düsterem Jahresende

Einen Negativ-Rekord hat das Meinungsforschungs-Institut Median bei seiner jüngsten repräsentativen Umfrage festgestellt. Die wirtschaftlichen Erwartungen der Bevölkerung sind im vergangenen Monat tiefer als je zuvor seit der politischen Wende vor nunmehr knapp zwei Jahrzehnten gesunken, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Analyse. Das Ausmaß des ökonomischen Pessimismus veränderte sich seit November zwar nicht, erweiterte sich jedoch auf das gesamte öffentliche Leben. Mehr Menschen als früher – 84 Prozent der Befragten – sagten im Dezember, dass die Dinge im Land allgemein in eine falsche Richtung laufen.

Die gesamtnationale trübe Stimmung wird von allen gesellschaftlichen Gruppen, ja von allen Wählerlagern geteilt. Dabei gab es in der Popularität von Parteien und Politikern wenig substanzielle Veränderungen.

Budapest will Olympia 2020 austragen

Ungarns Hauptstadt will sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2020 bewerben. Das beschlossen alle Fraktionen in einem seltenen Konsens, gab Oberbürgermeister Gábor Demszky am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Budapest bekannt. Das Parlament soll auf Initiative der Hauptstadt ein Gesetz über die Absicht zur Austragung der Spiele sowie über die Sicherung der entsprechenden Projekte verabschieden. In ihrer Absichtserklärung versichern die Fraktionen, dass sie alles für einen Erfolg von Budapester Olympischen Spiele im Jahre 2020 tun wollen.

Demszky nannte die Spiele eine nationale Angelegenheit. Es gehe um die Entwicklung Ungarns, nicht nur einer Stadt oder einer Region. Zugleich würde Budapest durch die Entwicklungen, die mit Olympia zusammenhängen, lebenswerter, für den Verkehr durchlässiger und gesünder.

Bis 2011 muss Budapest seine Olympia-Bewerbung einreichen, wenn es am Auswahlverfahren teilnehmen will.

Milliardeninvestition in Balatonszemes

Während die ungarische Wirtschaft weiterhin kränkelt, raffen sich Privatleute dazu auf, in Balatonszemes Investitionen von bisher nicht gekannten Ausmaßen zu tätigen.

József Takács, Bürgermeister von Balatonszemes, verkündete in Balatonföldvár vor 13 Bauvertretern die frohe Kunde: Es sei bereits beschlossene Sache, auf einem neben der Autobahn M7 gelegenen, 90 Hektar großen Gelände, Investitionen zu verwirklichen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollen.

Für zusammen 45 Milliarden Forint, das sind etwa 180 Millionen Euro, werden neben einem landwirtschaftlichen Logistikzentrum auch ein Urlaubsdorf, ein nach mongolischem Vorbild gestaltetes Camp für Hochschüler, und ein Pferdeturnierplatz entstehen.

Eine Projektgruppe gründete bereits die Firma „Szemes Invest Kft.“, deren ideenreicher Besitzer die Kaufmannsfamilie Lajos Nagy ist. Nach Aussagen von Herrn Nagy soll das zu errichtende logistische Agrarzentrum bereits 2010 arbeiten. Dort werden dann nicht nur die landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus der Region ihren Großmarkt finden, das Projekt dürfte auch eine touristische Attraktion darstellen.

Die gesamte Finanzierung soll laut Nagy in erster Linie durch klein- und mittelständische Unternehmen erfolgen, aber auch Großinvestoren hätten bereits Interesse bekundet.

(Quelle: siofokinapilap.hu)

Erneuerung des Hafens in Révfülöp

Mitte des Monats werden die Rekonstruktionsarbeiten abgeschlossen

In der ersten Hälfte des Monats läuft die zweite Phase der Erneuerung des Hafens. Wie von Bürgermeister Dr. István Mihovics zu erfahren war, wurde vor zwei Jahren in der ersten Bauphase der Rekonstruktion die Fläche vor dem Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten Hafen mit Aufwendungen in Höhe von 17 Millionen Forint erneuert.

Weiterlesen…