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Polizei kassiert bei betrunkenen Radlern ab

Gleich vier Betrunkene radelten der Polizei anläßlich einer Razzia im Komitat Somogy ins Netz.

Nach Informationen von Oberstleutnant Tibor Kulcsár, Abteilungsleiter der Polizeidirektion, hat jeder von ihnen mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Forint zu rechnen. Doch nicht nur Radfahrer, auch Fußgänger gerieten ins Visier der Ordnungshüter.

Allein am letzten Wochenende wurden 39 Radler kontrolliert, davon neun mit zusammen 44.000 Forint bestraft, 15 angezeigt und ebenso viele verwarnt. An vielen Rädern fehlte vorgeschriebenes Zubehör, andere Drahteselritter trugen keine Warnwesten.

Neben im ganzen Komitat insgesamt 393 angehaltenen Radlern waren auch 257 Fußgänger von der Razzia betroffen, von letzteren fielen dreißig durch begangene Ordnungswidrigkeiten auf. Laut siofokinapilap.hu wurden 17 von ihnen an Ort und Stelle verwarnt, sieben mit Bußgeldern von zusammen 93.000 Forint belegt, und sechs angezeigt. Einige wurden dabei ertappt, bei Rotlicht die Fahrbahn überquert oder bestehende Fußgängerüberwege nicht benutzt zu haben.

Gute Ernte und doch katastrophales Jahr

Bei einer guten Ernte 2008 bilanziert die ungarische Landwirtschaft dennoch ein katastrophales Jahr. Hohe Preise wegen der Trockenheit des vorausgegangenen Jahres hatten die Kosten für die nötigen Materialen und Mittel bestimmt. Zugleich stürzte der Preis für Mais auf ein Drittel und von Weizen auf die Hälfte, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Landwirtvereine und Landwirt-Genossenschaften in Ungarn, István Jakab, laut MTI am Samstag auf einer Pressekonferenz.

Damit stünden die Mittel für die Produktion des nächsten Jahres nicht zur Verfügung. Die Landwirte hätten im Herbst bei der Aussaat bereits auf Kunstdünger verzichtet, und auch Qualitäts-Saatgut habe nicht gekauft werden können. Jakab zeigte sich sicher, dass auch für den Pflanzenschutz nicht genügend Geld vorhanden sein werde. Diese Situation werde sich schließlich auf die Lebensmittelpreise der kommenden Jahre auswirken.

Von der Regierung forderte Jakab, nachdem für die Rettung der Banken genügend Geld vorhanden war, nun auch für die Produktion der Landwirtschaft die nötigen Quellen zu geben, auch wenn das in Form von Krediten geschehe. Fördermittel der EU und des eigenen Landes müssten so schnell wie möglich ausgezahlt werden.

Szekszárder Chirurgen bleiben

Konflikt zwischen den Ärzten und der Krankenhausleitung beigelegt

Nach einem zwei Monate andauernden Tauziehen kam es endlich zu einer Einigung zwischen den vier Szekszárder Chirurgen – die die Absicht hatten wegzugehen – und der Leitung des Komitatskrankenhauses von Tolna. Die Ärzte äußerten dazu, dass die zustande gekommene Vereinbarung nur einen positiven Zug hat: Sie können als GmbH arbeiten, was ihnen mehr Spielraum verschafft als als öffentliche Angestellte.

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Milliarden-Betrug in Scheinfirmen aufgeflogen

Betrug in großem Stil ist der Zoll in Ungarn auf die Spur gekommen. Eine Gruppe von Leuten aus Budapest und dem Komitat Zala hatte mit der Gründung von Firmen in Ungarn, der Slowakei und England ein Geschäftsnetz aufgebaut, angeblich zum Handel mit Bekleidung, berichtet die Zollverwaltung am Freitag. Mehr als zwei Jahre lang funktionierte das „Handelsnetz“, das Waren jedoch nur auf Rechnungen bewegte. Nach bisher vorliegenden Informationen ergaben diese Rechnungen bei 13 ungarischen, zwei slowakischen und drei englischen Unternehmen eine Summe von mehr als 1,5 Milliarden Forint. Für diesen Betrag versuchte die Gruppe, sich die allgemeine Umsatzsteuer – rund 300 Millionen Forint – erstatten zu lassen.

Mitarbeiter des Zolls tauchten in einer koordinierten Aktion an 26 Orten gleichzeitig zur Hausdurchsuchung auf. Sie verhörten dabei 13 Personen als Verdächtigte, von denen sie fünf in Gewahrsam nahmen und für sie Haftbefehl beantragten. Bei der Durchsuchung des Büros vom Chef der Gruppe fanden die Zollmitarbeiter 4060 Stück gefälschte 20 000-Forint-Scheine und 373 Stück gefälschte 500-Euro-Scheine im Gesamtwert von 130 Millionen Forint. Beschlagnahmt wurden außerdem zwölf PCs, 230 Firmenstempel und anwaltliche Trockenstempel. Außerdem sperrten sie eine Immobilie im Wert von 170 Millionen Forint.