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Tourismus-Expertin: Balatonregion im Aufwind

Das „ungarische Meer“ erlebt gegenwärtig nach Ansicht der Tourismus-Expertin Barbara Dani seine Renaissance. Anspruchsvolle Hotels, Geschäfte und Promenaden erwarten die Feriengäste. „In den vergangenen Jahren machte die Balatonregion eine gewaltige Entwicklung durch“, stellte die Direktorin des Regionalen Balaton-Touristik-Projektbüros der Ungarischen Tourismus AG in einem Bericht auf der Homepage keszthelystart.eu fest.

Dabei kehren die Ungarn an den Plattensee gewissermaßen zurück. Denn während vor drei Jahrzehnten die Züge im Zehn-Minuten-Takt Gäste zum Balaton brachten, kam nach der politischen Wende der Tiefpunkt, heißt es in dem Bericht. Das Leben schien stehen zu bleiben, die Jugendlager verschwanden, in Ferienheimen herrschte gähnende Leere. Die westdeutschen Touristen blieben aus, und auch die Ungarn reisten lieber an die Adria oder nach Griechenland. Seit einigen Jahren hat sich jedoch der Trend gewendet, der alte Glanz des größten Sees in Mitteleuropa scheint wieder zu kommen.

Wer heute in Ufernähe übernachten möchte, zahlt in der Hauptsaison für ein Zwei-Bett-Zimmer in einem 3-Sterne-Hotel mit Frühstück 17 500 Forint (etwa 70 Euro). Für vier Personen muss man mit etwa 25 000 Forint (100 Euro) rechnen.

Wasserqualität und Wasserstand sind ausgezeichnet. Die Direktorin rechnet auf eine sonnenreiche, gute Saison. Dabei bietet auch der Nationalpark zahlreiche Ausflugsziele. Ein Radweg führt jetzt rund um den Balaton, der mit weiteren Radwegen verbunden ist.

Leiche des verunglückten Bootfahrers gefunden

Auf der gegenüberliegenden Seite des Balatons ist der verunglückte 54-jährige Motorbootfahrer gefunden worden, der am 17. Mai vor Zánka ins Wasser gefallen und verschwunden war. Mittwochmittag stieß ein Passant im Uferbereich von Balatonlelle auf den Leichnam, berichtete der Polizeisprecher des Komitats Somogy, Gábor Bíró. Die Umstände des Unglücks werden in einem Verwaltungsverfahren untersucht.

Der Verunglückte war Medienberichten zufolge ein bekannter Segeltrainer. Am vergangenen Samstag war er in etwa ein Kilometer Entfernung vom Ufer bei Zánka mit dem Motorboot unterwegs, um Bojen für einen Segelwettbewerb auszusetzen. Dabei fiel er unter ungeklärten Umständen ins Wasser. Der Kahn raste ungebremst weiter und konnte nur gestoppt werden, indem Wasserretter ein Seil über die Bootsschraube warfen und damit den Motor abwürgten.

Bisher wurde bekannt, dass der Mann es versäumt hatte, eine Sturzsicherung an seinem Körper zu befestigen, die bei einem Unfall den Motor abstellt. An der Schnur befand sich stattdessen der Zündschlüssel des Bootes. Zur Zeit des Unfalls herrschte Sturm und Spuren im Boot zeigen, dass sich der Mann mit aller Kraft festzuklammern versuchte.

Verbesserte Unfallbilanz bei null Toleranz

Das strengere Vorgehen gegen Verkehrssünder in Ungarn scheint sich auszuzahlen. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent zurück, berichtet das Statistische Amt. Noch bedeutender ist die Verbesserung im Hinblick auf den Ausgang der Unfälle. Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle sank um 34 Prozent, während die mit leichten Verletzungen um sechs Prozent zurückging. 187 Menschen starben im ersten Quartal bei Verkehrsunfällen, 104 weniger als im Vergleichszeitraum. 11 Prozent der Verkehrsunfälle standen im Zusammenhang mit Alkohol. Insgesamt ereigneten sich 3800 Unfälle mit Verletzungen, 60 Prozent davon in bewohnten Gebieten.

In Ungarn wurden die Strafen bei Verstößen gegen die Verkehrsordnung mit dem 1. Januar dieses Jahres drastisch erhöht. Nach einer Duldungsphase werden die neuen Strafen seit dem 1. Mai nach Angaben der Polizei nach dem Motto null Toleranz konsequent angewendet.

Parlament aus Schneckenhäusern

Beeindruckende Exponate im Keszthelyer Trachtenmuseum

Aus viereinhalb Millionen Schneckenhäusern setzte Ilona Miskei ihr Modell des ungarischen Parlaments zusammen. In der Keszthelyer Fußgängerzone kann man das Reich von Tibor Túri Török betreten, wo unter anderem auch das aus mehr als vier Millionen Schneckenhäusern gebaute Parlamentsmodell ausgestellt ist.

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