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Aggressiver Patient schlägt Arzt bis zur Bewusstlosigkeit

Budapest – Weil er nicht länger warten wollte, hat ein aggressiver Patient im Ärztehaus von Budaörs (Budapest) einen Facharzt bewusstlos geschlagen. Der Angreifer habe zu Tätlichkeiten gegriffen, weil der Doktor ihn und einen weiteren Patienten nicht außer der Reihe behandeln wollte, berichtet der Fernsehsender MTV. Nach der Tat flüchtete der Schläger. Die Polizei ermittelt gegen einen etwa 35-jährigen Mann von starker, sportlicher Statur.

Erst kürzlich trug sich ein ähnlicher Fall unter umgekehrten Vorzeichen zu. Im Budapester Stadtteil Csepel griff ein Arzt seinen Patienten nach einem Wortwechsel an.

Inlandstourismus am Balaton kräftig gestiegen

Siófok – Der Balaton bleibt für die Ungarn als Urlaubs- und Ausflugsziel unübertroffen. Sie unternahmen zum „ungarischen Meer“ mehr als dreimal so viele Reisen wie an das zweitbeliebteste Urlaubsziel Kroatien, berichtet die Ungarische Tourismus AG in einer Analyse über die vergangene Saison. Unter den zehn beliebtesten Städten befinden sich vier am Balaton: Hévíz (2), Siófok (4), Balatonfüred (6) und Zalakaros (9).

Mit dem zurückliegenden Sommer erlebte der Plattensee eine der besten Saisons überhaupt. Im Inlandstourismus erzielten Hotels und kommerzielle Einrichtungen überhaupt ein hervorragendes Ergebnis, heißt es weiter. Die Gästezahl stieg den Angaben zufolge erstmals über 430 000, die Zahl der Übernachtungen näherte sich den 1,5 Millionen. In den ersten acht Monaten des Jahres kamen 668 000 Gäste aus dem eigenen Land, die 2,0 Millionen Übernachtungen buchten. Das brachte Steigerungen um 9,3 und 7,0 Prozent zum Vorjahr.

In der Tourismusregion des größten mitteleuropäischen Sees gab es Entwicklungen, die eine höhere Qualität der Dienstleistungen bewirkten. Während noch 1998 nur 9 Hotels der 4-Sterne-Kategorie zur Verfügung standen, erwarten von diesem Jahr an 26 Hotels mit 4 Sternen und ein 5-Sterne-Hotel (Hévíz) die Gäste.

Teuerungswelle erreicht Ungarn

Budapest – Die weltweite Teuerungswelle bei Lebensmitteln hat nach einem Bericht des ungarischen Fernsehsenders MTV jetzt auch Ungarn erreicht. Jeder könne die Erhöhung der Lebensmittelpreise an seiner eigenen Geldbörse spüren. Die Preiserhöhungen hatten ihren Ausgangspunkt bei Getreide. Wegen der Ernteausfälle in diesem Jahr sei nicht nur der Preis für Mehl, sondern auch für Futter gestiegen. Das zeige bereits Auswirkungen auf die Preise für Schweinefleisch, Geflügel und Milch, heißt es in dem Bericht nach einer Analyse der Zeitung „Napi Gastaság“ (Tägliche Wirtschaft).

Für den Zeitraum September-Dezember rechnet die Analyse mit einem Anstieg von 10 bis 15 Prozent. Dabei seien die Preissteigerungen der Mühlen schon in den Geschäften angekommen: Die Mehlpreise kletterten um 30, die für Brot um etwa 20 Prozent. Zwar ist die Maisernte noch nicht beendet, doch Preisangebote von 60 000 Forint (etwa 240 Euro) je Tonne bedeuteten für die Tierhalter Alpträume. Sie würden mit großer Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Fleischpreise und die Reduzierung der Bestände haben. Zusätzliche Belastungen bringen EU-Umweltvorschriften für die Betriebe, da sie gerade zum gegenwärtig schwierigen Zeitpunkt umfangreiche Investitionen erfordern, die nicht produktiven Zwecken dienen.

Immer weniger Deutsche machen Urlaub am Balaton

Siófok – Die Deutschen am Balaton werden immer weniger. Das geht aus einer Analyse auf der Website des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums hervor. Darin wird der Rückgang der Zahlen bei den Deutschen, die die größte Gruppe unter den Ausländern stellen, als sehr entscheidend eingeschätzt.

Dieses Jahr kamen bis August 115 400 deutsche Touristen auf 817 000 Übernachtungen am Plattensee, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang sieben bzw. zehn Prozent bedeutet. Noch im Jahre 2000 buchten 237 000 Urlauber aus Deutschland 1,8 Millionen Übernachtungen. Damit wurde die Gästezahl halbiert.

Auch bei den Österreichern, der zweitgrößten ausländischen Urlauberschar, traten herbe Verluste ein. Die Quartiergeber registrierten 39 300 Touristen aus dem Nachbarland, die 157 200 Übernachtungen in Anspruch nahmen. Im Vorjahresvergleich waren das 6,5 bzw. 7,3 Prozent weniger. Hier entsprechen jedoch die Zahlen etwa denen vom Jahr 2000. Die Holländer und Dänen, die in der Bedeutung folgen, brachten ähnliche Rückgänge. Zuwachs gab es dagegen bei Tschechen, Slowaken, Rumänen, Slowenen, Ukrainer und Serben. Angesichts relativ geringer absoluter Zahlen konnte dies jedoch keinen Ausgleich der Verluste bei deutschen und österreichischen Touristen bringen.