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Vier Tote bei Unfall auf Budapester Autobahnring

Budapest – Beim Zusammenstoß eines mit Mehl beladenen Kesselwagens, eines Lastzuges und zwei Pkw sind am Freitag auf dem Budapester Autobahnring vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Pkw geriet unter den Kesselwagen, dabei fanden die vier Insassen den Tod, berichtet die Nachrichtenagentur MTI. Das Auto brannte infolge des Zusammenpralls aus. Weitere Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Die Autobahn blieb für längere Zeit gesperrt und des bildeten sich kilometerlange Staus. Über die Unfallursache war vorerst nichts bekannt.

Volksabstimmung soll über Straßenbahn Keszthely-Hévíz entscheiden

Keszthely – Eine Volksabstimmung soll wahrscheinlich über den Bau einer Straßenbahn zwischen Keszthely und Hévíz entscheiden. Der Entwicklungsrat Balaton würde nach Aussage seines Vorsitzenden Tamás Suchman, den Gedanken fördern, aber nur bei Unterstützung durch die Einwohnerschaft, schreibt die Regionalzeitung „Zalai Hírlap“.

Suchman setzte sich in Keszthely für die Entwicklung des Fremdenverkehrs in der Stadt ein. Wichtiges Ziel sei, den Balaton zu einer Kulturregion Europas zu machen. Für den Titel der Kulturhauptstadt Europas hätten Siófok, Balatonfüred und Keszthely gleichermaßen Chancen.

Keszthelys Bürgermeister Ferenc Ruzsics bezifferte die Kosten für die Straßenbahn mit rund vier Milliarden Forint (etwa 16 Millionen Euro). Nach den bisherigen Vorstellungen würde die Straßenbahnlinie im Hafen von Keszthely beginnen und von dort zu den Hotels am Balatonufer führen. Entlang des Boulevards ginge es dann weiter zum berühmten Festetics-Schloss, bis nach fast neun Kilometern Weg der Badeort Hévíz erreicht würde.

Zwischen Keszthely und Hévíz besteht bislang keine günstige Verkehrsverbindung, obwohl die beiden Städte vor allem durch den Fremdenverkehr gleichsam zusammenleben. Die ins Auge gefasste Straßenbahn könnte neben der Lösung des Massenverkehrs auch eine Attraktion für Touristen werden, weil Nostalgiewagen eingesetzt würden. Der Gedanke einer Straßenbahn zwischen Keszthely und Hévíz war schon einmal vor hundert Jahren ernsthaft erwogen worden.

Raffinierte Betrüger: Massenweise Lebensmittel im Ausland gestohlen

Eger – Lebensmittel im Wert von über 100 Millionen Forint (etwa 400 000 Euro) haben zwei Ungarn mit getürkten Bestellungen vorwiegend aus Deutschland an sich gebracht. Einer der Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wurde gefasst, nach dem anderen läuft die Fahnung. Gegen beide wird wegen Unterschlagung und Betrugs ermittelt, berichtet das zentrale ungarische Fernsehen am Donnerstag auf seiner Internetseite.

Polizisten stießen bei einer Hausdurchsuchung am Mittwoch in einem Einfamilienhaus in Pilis (Komitat Pest) auf einen Teil der unrechtmäßig erworbenen Ware. In den bis zur Decke vollgepackten Zimmern befanden sich mehrere hundert Kartons mit Teigwaren, Oliven, Keks und Milch.

Als erste hatte eine deutsche Molkerei Anfang September bei der ungarischen Polizei angezeigt, dass jemand im Namen einer multinationalen Firma aus Ungarn mehr als 75 000 Kartons mit Ware im Wert von etwa 70 Millionen Forint (280 000 Euro) erhalten hatte, ohne die Rechnungen zu begleichen. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass aus Deutschland 22 Lkw Milch, aus Spanien, Litauen und Rumänien weitere 5 Lkw Lebensmittel nach Ungarn gebracht wurden.

Jacht aus Holland nach Ungarn geschmuggelt

Budapest/Pécs – Über Ländergrenzen hinweg hat eine ungarische Diebesbande eine Luxusjacht im Wert von 418 000 Euro mit falschen Papieren unbehelligt aus Holland bis nach Ungarn gebracht. Am Grenzübergang Komárom schlugen dann Einsatzkräfte der ungarischen Polizei zu und nahmen die sechs mutmaßlichen Täter fest, darunter vier aus der Komitatsstadt Pécs. Ein siebenter ging Sicherheitskräften auf der Autobahn M7 ins Netz. Bei zwei Bandenmitgliedern handelt es sich um Holländer. Derzeit prüft die Polizei, was die Diebe mit der Jacht vorhatten, berichtet die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ am Donnerstag.

Bei Hausdurchsuchungen fanden Polizisten in den Wohnungen der Festgenommenen „bedeutende Mengen Drogen“, darunter mehr als 4000 Extasy-Tabletten. Die Bande konnte aufgrund von Informationen der Pécser Polizei gefasst werden. Bei den Festgenommenen soll es sich um die führenden Köpfe einer international operierenden kriminellen Gruppe handeln, die 30 Leute kommandierten.