Munition aus dem 2. Weltkrieg gefunden – mehrere Häuser evakuiert

Budapest – Munition aus dem zweiten Weltkrieg ist am Donnerstag auf einer Baustelle in Budapest gefunden worden. Fünf Häuser mussten evakuiert werden, um den Sprengkörper an Ort und Stelle zu vernichten, berichtet das Internetportal hirszerzo.hu. Bei Bauarbeiten hatten Arbeiter eine Granate sowjetischer Herkunft gefunden. Der Zünder war beschädigt, weshalb sie nicht abtransportiert werden konnte. Die Sicherungs- und Bergungsarbeiten dauerten am Abend noch an.

Mehr als die Hälfte der Ungarn übergewichtig

Budapest – Nur jede fünfte Ungar braucht sich beim Essen keine Grenzen zu setzen. Alle anderen müssen auf ihre Figur achten. 60 Prozent der Ungarn ist übergewichtig oder fettleibig, schreibt die Zeitung „Népszabadság“. Zudem sei das Selbstbild falsch, denn zwei Drittel von ihnen glaubten, ihr Körpergewicht sei normal. Das Durchschnittsgewicht der ungarischen Männer liegt bei 78, das der Frauen bei 68 Kilogramm. Das bedeutet jeweils sieben bis acht Kilogramm zu viel.

Allein „fleißiges Essen“ könne Menschen auf ein Gewicht von 140 bis 170 Kilogramm bringen, meinen ungarische Experten, die besonders vor den medizinischen Risikofaktoren warnen. Nur bei wenigen gebe es hormonelle Gründe, Vererbung spiele bei höchstens 30 Prozent eine Rolle. Dabei sei Übergewicht bei den Männern, Fettleibigkeit bei den Frauen am stärksten vertreten.

Im Budapester Krankenhaus „St. Imre“ wurden in der Vergangenheit Dutzende Patienten von mehr als 60 Kilogramm Übergewicht befreit. Der Erfolg ist nach ärztlicher Erfahrung jedoch nur von Dauer, wenn die Patienten auch später den Facharzt aufsuchen. 95 Prozent derer, die in Eigenregie abzunehmen versuchen, wiegen ein Jahr danach wieder das gleiche oder mehr. Nach medizinischer Behandlung im Krankenhaus schaffen es 35 bis 40 Prozent, ihr Gewicht zu halten.

Toter Säugling in Waschmaschine gefunden

Kecskemét – In einer Waschmaschine hat die Polizei in Fülöpszállas (Komitat Bács-Kiskun) einen toten Säugling entdeckt. Das neugeborene Mädchen befand sich in einem Nylonsack, berichtet das Komitatspräsidium der Polizei am Mittwoch. Zur Todesursache hieß es, dass das Baby nicht versorgt wurde und auskühlte. Zuvor hatten aufgrund einer Anzeige Ermittlungen gegen die 38-jährige Mutter begonnen, bei der innerhalb weniger Tage die Anzeichen einer Schwangerschaft verschwunden waren, ohne dass jemand etwas über den Verbleib des Kindes wusste. Bei der Vernehmung gab die Frau zu, entbunden zu haben. Jedoch habe sie sich nicht davon überzeugt, ob das Kind lebt.

Tesco baut Fabrik für Fertiggerichte am Balaton

Sármellék – Die britische Supermarktkette Tesco nimmt in der Nähe des Balaton-Flughafens in Sármellék Mitte Oktober eine Fabrik für Fertiggerichte in Betrieb. Täglich 36 Tonnen vorgekühlte Speisen sollen dort hergestellt werden, berichtet das Internetportal keszthely.hu. Zum Sortiment gehören Suppen, Teigwaren, Eintopfgerichte, kalt und warm zu verzehrende Speisen. Das Unternehmen mit dem Namen „Star Menü“ liefert seine Produkte an Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Tescofilialen. Auch Besteller in Deutschland sollen beliefert werden.

Das Unternehmen schafft 110 Arbeitsplätze. Später soll die Zahl der Beschäftigten auf bis zu 500 aufgebaut werden. Zusätzlich werden dann Produkte für Zuckerkranke und Zöliakie-Kranke hergestellt.

Balaton: 15 Menschen im Sommer ertrunken – weniger Kriminalität

Kaposvár – Der Balaton hat in der zurückliegenden Saison wesentlich mehr Todesopfer gefordert als im Vorjahr. 15 Menschen starben im ungarischen Meer, teilte der Koordinierungsausschuss für Öffentliche Sicherheit am Balaton auf seiner Bilanzpressekonferenz am Montag in Kaposvár mit. Im vorigen Jahr waren 9 Menschen tot aus dem Wasser geborgen worden. Die Wasserpolizei konnte jedoch 190 Menschen vor dem Ertrinken retten (2006: 163).

Die Hauptursachen für die tödliche Unglücke sieht die Polizei ähnlich wie in anderen Jahren in unverantwortlichem Handeln, bereits vor dem Baden vorhandene organische Störungen und plötzlichem Unwohlsein. Tyisch sei der „Strandtod“ nach einem Sprung ins Wasser oder Ertrinken von Nichtschwimmern. In einigen Fällen habe auch Trunkenheit eine Rolle gespielt.

Auch angesichts einer Zunahme des Fremdenverkehrs um 20 Prozent bei den Ungarn und um 8 Prozent bei den Ausländern zog die Polizei eine vergleichsweise günstige Bilanz bei der Kriminalität. In den Komitaten Zala und Veszprém stieg die Zahl der Straftaten nur geringfügig, in Somogy ging sie in den betroffenen Gebieten um 8 Prozent zurück.

Diebstähle von geringerem Umfang standen wie früher an der Spitze der Statistik. Die Zahl der Einbruchdiebstähle wuchs um 10 Prozent. 40 Prozent davon wurden im Zuständigkeitsbereich des Siófoker Polizeipräsidiums verübt, wobei dort zugleich ein Rückgang um 7 Prozent zu verzeichnen war. Die Zahl der Raubüberfälle stieg auf 22 (2006: 13).

Im Rahmen prophylaktischer Polizeiarbeit sind 370 Menschen festgenommen und 911 vorgeführt worden. Gegen 4760 Menschen wurde Anzeige erstattet, 6888 mussten Strafgelder im Gesamtumfang von 34,8 Millionen Forint (fast 140 000 Euro) an Ort und Stelle entrichten. Im Straßenverkehr ging die Zahl der tödlichen Unfälle von 11 auf 4 zurück, wobei die Tendenz bei Verkehrsunfällen insgesamt nach unten zeigt.