In einer Erklärung hat die Ungarische Zentralbank (NBH) deutlich gemacht, sie sehe aktuell keine Gefahr für das Land, die Kredithoheit über die Staatsfinanzen zu verlieren. Vielmehr sei innerhalb der ungarischen Wirtschaft ein deutlicher Fortschritt sowohl bei den externen als auch bei den internen Bilanzen zu verzeichnen, so die Bank weiter.
Finanzen
Zentralbank weiter auf Euro-Kurs
Wie Zentralbank-Chef András Simor im Rahmen einer Pressekonferenz beteuerte, solle Ungarn seinen Weg hin zur Euro-Einführung weiter unbeirrt beschreiten. Dabei stehe eine Adoption der Gemeinschaftswährung der Entwicklung der ungarischen Wirtschaft beispielsweise bei der Wettbewerbsfähigkeit nicht im Weg. Beide Ziele, sowohl Euro-Kurs als auch wirtschaftlicher Aufschwung, sollten vielmehr simultan verfolgt werden. Eine Euro-Einführung sei positiv für das kleine Land Ungarn, das von jeher stark mit seinen ausländischen Handelspartnern verwurzelt ist.
Wirtschaftsminister: Umwandlung von Fremdwährungskrediten beschränken
Ungarns designierter Wirtschaftsminister hat angekündigt, Schuldnern mit Krediten in Fremdwährung die Umwandlung in Forint-Kredite erschweren zu wollen. Lediglich in Not geratene Bausparkredite sollten nach Meinung von György Matolcsy (Fidesz) mit Hilfe eines staatlichen Fonds oder eine Bad Bank aufgekauft werden dürfen. Diese Regelung würde ebenfalls für die Schulden von Unternehmern gelten. Matolcsy betonte gegenüber dem Internetportal figyelonet.hu jedoch, diese Maßnahmen seien ausschließlich für Kreditnehmer gedacht, die sich tatsächlich nicht mehr in der Lage sehen die monatlichen Kreditraten zu zahlen.
Stabile Kapitalzuflüsse in ungarische Investmentfonds
Ungarische Fondsgesellschaften verzeichneten laut eigenen Angaben im Februar 2010 mit 52 Milliarden Forint stabile Kapitalzuflüsse auf dem Niveau des Vormonats. Dabei seien Gewinne von 9 Milliarden Forint erzielt worden. Noch im Januar sei eine regelrechte Flut an ausländischen Investitionen in ungarische Investmentfonds zu verzeichnen gewesen. Nun gehe man für die kommenden Monate von einer Phase der Konsolidierung mit weiterhin festen Kapitalzuflüssen aus. Besonders investiert worden sei in von den Banken neu aufgelegte Garantiefonds, die am Ende der Vertragslaufzeit garantierte Mindestrückzahlungen vom Anlagebetrag vorsehen. Hochriskante Private-Equity-Fonds seien dagegen weitestgehend gemieden worden.
