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Ratgeber Garten – November 2008

Sommerblumen, Stauden, Zwiebelblumen, Winterschutz bei Rosen, Winter am Teich, reiche Ernte im Gemüsegarten, Frühbeete, Nadelbäume, Himbeeren, Obst und Zierbäume, Stammtisch in Kehida, Gärtnern mit dem Mond im Oktober 2008

Gartenarbeiten im November

Auch wenn es im November draußen im Garten des öfteren bereits ziemlich ungemütlich wird, ist die Saison für echte Gartenfreunde noch lange nicht zu Ende. Schneiden, Abdecken, Schreddern und Mulchen sind wichtige Arbeiten die den Gartenerfolg für das nächste Jahr sichern.

Sommerblumen

Im November werden die Sommerblumen vollständig abgeräumt. Auch aus den gemischten Rabatten und den Steingärten werden alle einjährigen Sommerblüher entfernt. Auf den jetzt leeren Beeten lassen sich Unkräuter leichter bekämpfen. In die entstandenen Lücken können Sie jetzt Zierkohl, Heidekraut und andere Winterharte pflanzen. Die etwas kälteempfindlichen Zweijährigen wie Goldlack, Vergissmeinicht oder Isländisch Mohn kriegen jetzt langsam ihren Winterschutz aus Reisig oder Stroh.

Stauden

Auch bei den mehrjährigen Stauden ist jetzt ein Winterschutz aus Tannen oder Fichtenreisig und Strohmatten angebracht. Immergrüne Stauden müssen bei frostfreiem Wetter auch im Winter gegossen werden, die Kälte entzieht den Pflanzen viel Wasser.

Tipp

Der November ist der ideale Aussaatmonat für Frostkeimer. Primeln, Christrose, Hungerblümchen, Trollblume, Veilchen, Enzian, Eisenhut und Küchenschelle gehören zu dieser Gruppe. Sie keimen erst, wenn sie Temperaturen zwischen -2 und – 6 Grad ausgesetzt waren. Die Aussaat kann im Zimmer in Saatschalen erfolgen. Diese stellt man dann an einen etwas geschützten Platz im Garten und füllt bis zum Rand mit Erde auf.

Zwiebelblumen

Im Oktober gepflanzte Blumenzwiebeln werden jetzt mit einer Mulchschicht geschützt. Sie danken es im Frühling mit zeitigem Blühen. Im Winterlager werden die nicht winterharten Blumenzwiebeln kontrolliert und eventuell beschädigtes und angefaultes aussortiert.

Winterschutz für Rosen

Nicht nur Frost und kalter Wind sind im Winter Gift für die Rosen, auch wärmende Sonnenstrahlen können gefährlich werden, da sie die Pflanzen zu verfrühtem Austreiben verleiten. Geeignet für den Winterschutz sind Fichten und Tannenzweige, Sackleinen und Stroh.

Beet-, und Edelrosen werden gut 20 cm mit Kompost angehäufelt und mit dem Deckmaterial zugedeckt. Bei Kletterrosen reicht ab dem zweiten Jahr das Anhäufeln. Außer in Klimazonen über 600m Seehöhe. Dort wäre auch eine Abdeckung am Spalier zu empfehlen. Bei jungen Stammrosen empfiehlt sich nach dem Anhäufeln ein Drahtkäfig aus Hasendraht mit einem Durchmesser von 30 bis 40 cm welcher dann mit Stroh gefüllt wird.

Winter am Teich

Im November kann der Teich schon mal zufrieren. Mit einem Eisfreihalter kann verhindert werden dass sich eine geschlossene Eisdecke bildet, unter der sich Faulgase anreichern können. Dazu eignet sich ein größeres Stück Styropor. Besonders wenn Fische im Teich leben sind Eisfreie Stellen unabdinglich.

Gemüsegarten

Auch jetzt bietet der Gemüsegarten noch reiche Ernte. Alles Gemüse wie Möhren und Rüben, deren unterirdische Teile verzehrt werden, müssen Sie noch vor den ersten Frösten ernten. Lauch, Rosen- und Grünkohl können in den Beeten bleiben. Grünkohl und Rosenkohl schmeckt sowieso erst dann richtig gut, wenn er etwas Frost abbekommen hat. Das gleiche gilt auch für Pastinaken. Lauch lässt sich bei Frost nicht mehr so einfach ausgraben. Legen Sie daher einen Vorrat an, indem Sie einen Teil der Stangen an einer geschützten Stelle waagrecht so in die Erde legen, dass der obere Teil herausschaut. Um den Gemüsegarten winterfest zu machen, werden alle Ernterückstände abgesammelt und kommen auf den Kompost. Gründüngerpflanzen werden oberflächlich eingehackt. Halbreifer Kompost wird auf die Beete ausgebracht. Falls Sie eine Rasenfläche in ein Gemüsebeet umwandeln wollen, sollten Sie die Fläche jetzt umgraben.

Frühbeet

Kopfsalat und Radieschen werden langsam abgeerntet. Endivien und Feldsalat kann bis Ende Dezember geerntet werden. An frostfreien Tagen soll das Frühbeet geöffnet sein, um keine Fäulnis oder Schimmel aufkommen zu lassen.

Nadelbäume

Wenn sich die Nadeln von Fichten und anderen Koniferen verfärben, kann dies mehrere Ursachen haben. Ältere Nadeln werden alle 5-7 Jahre abgestoßen, hier ist eine Verfärbung also normal und nichts zu befürchten. Verfärbungen im Inneren von dicht wachsenden Koniferen ist eine Folge fehlenden Lichts. Verfärben sich junge Nadeln, können Schädlinge oder Nährstoffmangel der Grund sein. Führen Sie im Zweifelsfall eine Bodenuntersuchung durch. Wässern und düngen Sie im Spätherbst, so vermeiden Sie Schäden im Frühjahr.

Himbeeren

Herbsthimbeeren tragen bis in den November hinein. Nach dem ersten Frost schneiden Sie alle Ruten bis zur Erdoberfläche ab. So bleiben keine Stummel stehen und die Gefahr einer Infektion mit Krankheiten ist reduziert. Decken Sie nach dem Schnitt das Himbeerbeet gut mit Mulch ab. Jetzt ist auch noch Zeit, um Himbeeren zu pflanzen. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die an der Basis sitzenden Knospen nicht abbrechen. Von ihnen hängt die Entwicklung der Pflanze ab.

Obst und Zierbäume

Gehölze werden oft im Winter geschnitten. Das ist zwar bequem für den Gärtner, aber nicht immer ideal für die Pflanze. Eine Faustregel besagt, dass sommergrüne Pflanzen nach der Blüte oder im Herbst, Winter oder im zeitigen Frühjahr während der Vegetationsruhe geschnitten werden sollten. Aber wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen. Pflanzen, die man wegen ihrer dekorativen Früchte kultiviert, werden mehrere Jahre nicht geschnitten, damit sie üppige Beeren oder Hagebutten hervorbringen. Manche vertragen den Rückschnitt während ihrer Ruhezeit nicht so gut, besonders im Spätwinter oder im Vorfrühling, und ein Schnitt zum falschen Zeitpunkt kann für große Bereiche eines Gehölzes, in extremen Fällen sogar für die ganze Pflanze, tödlich sein.

Andere Pflanzen werden geschnitten, um sie vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Wenn Pilz- und Bakterienkrankheiten in der Region, in der Sie leben, weit verbreitet sind, sollte der Rückschnitt bei trockener Witterung durchgeführt werden. Blattfallkrankheit bei Hartriegel oder Feuerbrand beim Zierapfel kann sich bei feuchtem Wetter im Frühjahr leicht ausbreiten.

Telefonische Beratung und Termine für den Winterschnitt unter 06309142456.

Stammtisch in Kehida

Jeden Freitag ab 18 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ zur alten Mühle Tel. 06305047981“ der neugegründete Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Auch Nichtgärtner sind herzlich eingeladen. Walter Schneider vom Tomatenparadies wird von 24.November bis 06. Januar nicht bei den Treffen anwesend sein. Bei Fragen bitte Tel. 00491795373300 anrufen. Der Stammtisch ist Beitragsfrei und unverbindlich.

Gärtnern nach dem Mond im November

Fruchttage: 1, 2, 10, 11, 18, 19, 20, 27, 28, 29. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 3, 4, 5, 12, 13, 21, 22, 30. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 6, 7, 14, 15, 23, 24. Blütentage wirken positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus. Blatttage: 8, 9, 16, 17, 25, 26. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist von 1. November bis 1. Februar geschlossen.

Natürlich stehe ich – Öko-Gärtner Walter Schneider – für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de