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Ratgeber Garten – Februar 2009 – Der pflegeleichte Garten

Der pflegeleichte Garten, Gärtnern nach dem Mond im Februar

Der pflegeleichte Garten

Pflanzenauswahl

Exotische Pflanzen und empfindliche Zuchtsorten benötigen viel Pflege und Aufmerksamkeit. Pflanzen Sie stattdessen robuste, an den Standort angepasste Wildpflanzen. Einmal angewachsen, gedeihen diese ohne viel Pflege prächtig – und locken nützliche Gartenhelfer in Ihren Garten. Pflanzen Sie Stauden, die mehrere Jahre lang halten. So müssen Sie nicht jedes Jahr neu pflanzen oder Lücken ergänzen. Zweijährige Sommerblumen säen sich von alleine aus, sie müssen lediglich den Samen an Ort und Stelle abschütteln. Auch Zwiebel- und Knollenpflanzen sind pflegeleicht: einmal gepflanzt, kommen sie Jahr für Jahr wieder. Sie müssen nur die Samenkapseln entfernen, das Laub kann nach der Blüte stehen bleiben.

Wege und Terrassen

Kieswege können sehr pflegeaufwändig sein. Mit der Zeit setzen die Steine eine Patina aus Algen, Flechten und Moosen an, werden verschleppt und in den Lücken sprießen Wildpflanzen. Pflegeleichter sind einzelne Trittplatten oder Mulchpfade. Rindenmulch muss allerdings regelmäßig neu aufgebracht werden, hier lohnt es sich, nach einer günstigen Bezugsquelle zu suchen, zum Beispiel in einer Gärtnerei oder bei der Gemeinde.

Noch besser als Rindenmulch eignen sich Holz-Hackschnitzel. Sie verrotten langsamer und machen den Boden nicht sauer. Füllen Sie bei gepflasterten Flächen die Fugen mit Splitt statt mit Sand. Hier keimen Unkräuter schlechter, lassen sich besser herausziehen und vertrocknen in der Sommerhitze rascher. Alternativ können Sie in den Fugen auch Gras oder Polsterpflanzen wachsen lassen.

Die täglichen Arbeiten

Ein Bewässerungssystem für das Gemüsebeet oder Ihre Kübelpflanzen spart im Sommer viel Zeit. Mit Wasser gefüllte und umgedreht neben Gemüsepflanzen in die Erde gesteckte Flaschen helfen, einige Tage zu überbrücken. Auch Motor- und Elektrogeräte können Arbeit und Zeit sparen, müssen aber gewartet werden. Für die Anschaffung von Maschinen zur Bodenbearbeitung ist die Gartengröße maßgebend. Im Herbst verringert gezieltes Säubern statt eines Großputzes die Arbeit auf das Nötigste. Je kleiner die Rasenfläche und je robuster die Gräser, umso geringer ist der Zeitaufwand zur Pflege. Eine Blumenwiese muss sogar nur zweimal im Jahr gemäht werden. Verzichten Sie auf Blumeninseln im Rasen.

Bäume und Sträucher

Bäume mit kleiner Krone haben den Vorteil, dass Sie im Herbst weniger Laub zusammenkehren müssen. Besonders für kleine Gärten sind langsam wachsende Gehölze angesagt, auch in Blick auf Schnittmaßnahmen eine Arbeitserleichterung. Frei wachsende Hecken mit blühenden Gehölzen statt Schnitthecken sparen ebenfalls etliche Stunden Arbeit im Garten. Hierfür stehen attraktive heimische Bäume und Sträucher zur Verfügung. Die einfachste und Platz sparendste Lösung für eine grüne Grenze ist ein mit Kletterpflanzen bewachsener Zaun.

Farben für den Herbst planen

Leuchtende Farben lassen den herbstlichen Blätterwald erstrahlen. Komponieren Sie ihr eigenes Gartenbild für diese schöne Jahreszeit. Orangerot verfärben sich Felsenbirne und Essigbaum, beides anspruchlose Gehölze. Leuchtend rotes Laub findet sich beim Japanischen Ahorn, Fächerahorn, Rotbast- und Feuerahorn. Gelbe Blattfarben bringen Zaubernuss, Ginkgo, Tulpenbaum, Kornelkirsche und Feldahorn ins Spiel.

Im Winter punkten die Formen und Strukturen von Bäumen und Sträuchern. Interessante Muster bildet die Rinde der Zitterpappel. Sie wird bis zu 10 m hoch. Auch die verschiedenen Birkenarten zeigen interessante weiße Rinde. Der Klassiker sind die leuchtend rot gefärbten Zweige des Sibirischen Hartriegel. Regelmäßiger Rückschnitt fördert den Neuaustrieb intensiv ausgefärbter junger Zweige. Die Korkenzieherweide wächst schneller als die Korkenzieherhasel. Ihre Äste zeigen einen ganz ähnlichen gewundenen und gebogenen Wuchs.

Kugel oder Hängeformen von Ahorn, Esche, Ulme und Weide kommen in unbelaubtem Zustand ebenfalls gut zur Geltung, ebenso wie die von Natur aus eher kompakten Kronenformen zahlreicher kleiner Baumarten, wie beispielsweise Mehlbeere, Apfeldorn, Pflaumendorn oder Eberesche.

Der Steingarten

Einer der ersten Gartenbereiche, in dem es im Frühjahr hoch hergeht ist der Steingarten. Für die Anlage eines solchen sollten Sie einen vollsonnigen Platz wählen. Ideal sind warme Böschungen oder Aufschüttungen. Der Boden muss unbedingt mager und nährstoffarm sein und einen guten Wasserabzug gewährleisten. Bei den verwendeten Steinen achten Sie bitte darauf, dass diese auch zur Umgebung passen. Graben Sie die Steine zu 2/3 ins Erdreich ein. Pflanzen für einen frühlingshaften Steingarten sind Polsterphloxe, Wildtulpen, Zwiebeliris, Gemswurz, Polsternelken und Frühlings-Gedenkemein.

Pflegeleichtes Sommerbeet

Eine originelle gestalterische Besonderheit ist eine Pflanzung mit überwiegend graulaubigen Gewächsen. Viele von ihnen enthalten ätherische Öle und gehören zur Gruppe der Duft- und Aromapflanzen, andere weisen eine wollige Behaarung ihrer Blätter auf. Eine solche Zusammenstellung eignet sich gut für sehr warme und trockene Plätze, da sich beide Merkmale – Gehalt an Ölen und Behaarung – in voller Sonne am stärksten ausbilden. Pflanzen für einen solchen Trockengarten sind Königskerze, Wollziest, Lavendel, Salbei, Blauschwingelgras und Silberraute.

Der Bauerngarten

Hier wurden über die Jahrhunderte Pflanzen angebaut, von denen viele in Vergessenheit geraten sind. Manche sind einfach aus der Mode gekommen, andere zu anspruchsvoll oder sie erfordern einiges gärtnerische Geschick. Einige dieser fast vergessenen Pflanzen möchte ich Ihnen heute vorstellen – als Anregung für die kommende Gartensaison.

Alant

Über viele Jahrhunderte gehörte Alant zu den wichtigen Heilkräutern. Er galt als Allheilmittel. Der Alant benötigt auf Grund seiner stattlichen Erscheinung – er kann bis zu 2 m hoch werden – ausreichend Platz im Garten. Er ist ausdauernd und treibt aus dem knollig verdickten Wurzelstock einen hohen Stängel. Seine gelben Blüten erscheinen von Juni bis September und sind eine gute Bienenweide. Am besten gedeiht er auf feuchten, lehmigen Böden in vollsonniger Lage.

Herzgespann

Auch das Herzgespann gehört zu den vergessenen Kräutern des Mittelalters. Die stimulierende Wirkungen auf Herzmuskel und Gebärmutter sind heute anerkannt und das Herzgespann gehört zu den Pflanzen, deren komplexe Inhaltsstoffe und Wirkungsweise für die moderne Wissenschaft von Interesse sind. Während der Schwangerschaft darf die Pflanze nicht verwendet werden. Das Herzgespann ist eine dekorative Staude, die über einen Meter groß werden kann. Es ist ausgesprochen pflegeleicht und gedeiht auf fast jedem Standort. Es verträgt Trockenheit besser als Staunässe und kommt sowohl mit mageren steinigen Böden als auch mit nährstoffreichen, lehmigen Standorten zurecht. Einmal angepflanzt, sät es sich selbst aus und verbreitet sich so im Garten.

Die Süßdolde

Die gesunde Alternative zum Zucker: Den intensivsten Geschmack weisen die unreifen Früchte auf. Sie schmecken angenehm anisartig, süßlich und erinnern an das Aroma von Lakritze. Blätter und Stängel haben ebenfalls einen süßen, anisartigen Geschmack.

An feuchten, halbschattigen Plätzen mit lehmigem Boden fühlt sich die unkomplizierte mehrjährige Süßdolde am wohlsten. Das farnähnliche Laub mit den hübschen Blüten bildet das ganze Jahr über einen Blickfang. Wenn Sie die ganze Pflanze nach der Blüte zurückschneiden treibt sie neu aus und Sie können reichlich Blätter ernten. Die getrockneten Blätter oder Samen zu Marmelade, Kompott oder Obstkuchen helfen Zucker zu sparen.

Zitronen-Katzenminze

Die intensiv nach Zitronen duftende Variante der Katzenminze ist ziemlich in Vergessenheit geraten. Bei der Berührung verströmen die Blätter ein intensives Zitronenaroma. Sie wuchert nicht, wächst aufrecht und blüht im Sommer mit vielen kleinen Blüten. Der große Vorteil dieser Pflanze ist, dass das intensive Aroma auch beim Trocknen erhalten bleibt. Die Blätter können aber auch frisch für Tees verwendet werden. Den höchsten Gehalt an Inhaltsstoffen hat die Pflanze kurz vor der Blüte.

Stammtisch in Kehida

Jeden Freitag ab 18 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ zur alten Mühle“ der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Walter Schneider wird ab 01.Februar 2009 wieder anwesend sein und gerne mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stehen. Der Stammtisch ist unverbindlich und die Küche vorzüglich.

Gärtnern nach dem Mond im Januar

Fruchttage: 2, 11, 12, 19, 20, 27, 28. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 3, 4, 5, 13, 21, 22. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 6, 7, 14, 15, 16, 23, 24. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 1, 8, 9, 10, 17, 18, 25, 26. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist ab 01.02.2009 wieder geöffnet. Im Angebot sind Marmeladen aus Bio-Anbau, Holunderblütensirup, Löwenzahnsirup, naturtrüber Bio-Apfelsaft, Tomaten- und Paprikasamen, sowie Früchtetees.

Natürlich stehe ich – Öko-Gärtner Walter Schneider – für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de