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Ratgeber Garten – März 2009 – Frühbeete und Gartenplanung

Pflanzen im Frühbeet, Gartenplanung, Gärtnern nach dem Mond im März

Pflanzen im Frühbeet

Ein Frühbeet funktioniert im Grunde wie ein Miniatur-Treibhaus. Die Seiten sind abgeschrägt, das Dach ist mit Scharnieren versehen und lässt sich zum Lüften öffnen. Frühbeete haben keinen Boden und können überall hingestellt werden, wo sie benötigt werden. Mit seiner Hilfe können Sie ab März Gemüse heranziehen und im Herbst kälteverträgliche Arten bis in den Winter hinein anbauen. Heute ein paar Tipps rund um den Anbau von Gemüse.

Der richtige Standort für das Frühbeet ist ein vollsonniger Platz, am besten in der Nähe des Hauses, wo es auch windgeschützt ist. Die höhere Rückseite weist nach Norden, nach vorne fällt es nach Süden ab. So kann die einfallende Sonne optimal ausgenutzt werden.

Lockern Sie ab Mitte Februar den Boden im Frühbeet und arbeiten sie eine etwa 5 cm starke Schicht Kompost ein. Gepflanzt wird ab Mitte März. Nicht vergessen, an warmen Tagen zu lüften. An besonders heißen Tagen wird das Frühbeet mit Schilfmatten abgedeckt.

Anzucht auf der Fensterbank

Ab Mitte Februar können Sie beginnen. Sommerblumen und Gemüse auf einer frostsicheren und hellen Fensterbank vorzuziehen. So haben Sie rechtzeitig zum Beginn der Pflanzsaison vorgetriebene Jungpflanzen mit einem deutlichen Entwicklungsvorsprung. Sie brauchen: Sämereien, Aussaaterde und passende Schalen bzw. Töpfe. Ein Andrückbrett hilft beim Andrücken des lockeren Substrates um zu gewährleisten, dass die Samen möglichst guten Erdkontakt haben. Eine Plastikhülle oder ein transparenter Deckel schützt vor dem Austrocknen. Nicht vergessen: regelmäßig Lüften oder ein paar Löcher in die Folie stechen.

Gemüse für das Frühbeet

Blattsalate können Sie ab März direkt ins Beet aussäen. Jungpflanzen werden im April eingesetzt. Der Blattansatz soll dabei über der Erde bleiben. Spinat wird bereits ab Ende Februar bis in den Mai gesät. Danach nicht mehr aussäen, sonst schosst und blüht die Pflanze. Tomaten dürfen erst Ende April ins Frühbeet, vorgezogen werden sie ab März im Haus auf der Fensterbank. Auch für die meisten anderen Gemüsesorten gilt: Aussaat ins Frühbeet erfolgt etwa ab März, ins Freiland kommen die Jungpflanzen dann im Mai wenn keine Frostgefahr mehr droht.

Pflanzen abhärten

Ein Frühbeet eignet sich auch, um im Haus vorgezogene Jungpflanzen abzuhärten. Stellen Sie diese ein bis zwei Wochen vor dem Auspflanzen in das Beet. Sie müssen dort behutsam an die Sonne gewöhnt werden. In den ersten Tagen die Fenster schattieren, sonst können sich Brandflecken auf den empfindlichen Blättern bilden.

Folientunnel

Einen ähnlichen Schutz wie das Frühbeet bietet ein Folientunnel. Dazu stecken Sie die Drahtbügel in die Erde und ziehen die Folie darüber. Noch einfacher funktionieren aufs Beete ausgelegte Schlitzfolien, die mit den Pflanzen mitwachsen, allerdings auch darunter befindliches Unkraut. Der Boden muss daher gut vorbereitet werden.

Anzucht und Verwendung von Stielmus

Rübstiel oder Stielmus wird aus den Blattstielen sehr dicht gesäter Weißer Rüben (Brassica rapa ) zubereitet. Säen Sie dazu Mitte Februar Sorten wie ‚Weiße Mairübe‘, ‚Stielmus‘ oder ‚Namenia‘ im Freiland unter Folie aus, dann können Sie im April die ersten Blätter ernten. Achtung: Nicht zu tief schneiden, damit sich ein zweiter Austrieb entwickelt.

Steckzwiebeln treiben

Steckzwiebeln lassen sich jetzt an einem warmen, hellen Platz im Topf gut treiben, so dass frischer Zwiebellauch für die Küche zur Verfügung steht.

Gartenplanung

Falls Sie Ihren Garten in verschiedene Bereiche unterteilen möchten, können Sie jetzt die Anlage von Steinmauern oder Sichtschutzelementen aus Holz planen. Auch pflanzliche Elemente wie Hecken oder Strauchgruppen können einzelne Räume definieren. Im Ulmer Verlag erhält man hierzu ein sehr informatives Fachbuch unter dem Titel „Der große Gartenplaner“ von Peter Wirth.

Stallmist und Kompost ausbringen

Langsam wirkende organische Dünger wie Stallmist und Kompost können Sie jetzt bereits ausbringen, da sie kaum schnell löslichen Stickstoff enthalten und damit die Gefahr der Auswaschung gering ist. Organische Dünger bestehen aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen wie Kompost, Hornspänen, Rinder- oder Geflügelmist. Sie versorgen Pflanzen und Boden gleichmäßiger und langsamer mit Nährstoffen als „Kunstdünger“. Die meisten organischen Dünger verbessern deutlich die Fähigkeit des Bodens, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Die wichtigsten sind: Guanodünger sind Exkremente von Seevögeln, die sehr reich an Stickstoff, Phosphor und Kalzium sind.


Getrockneter Hühnerdung wird als Ersatz für Guano empfohlen. Dosieren Sie vorsichtig nach Angaben des Herstellers! Rinderdung können Sie getrocknet oder gemahlen vielseitig einsetzen. Horndünger sind stickstoffreich und werden in den Gartenboden eingearbeitet. Sie sind zuverlässige Langzeitdünger. Algenextrakte enthalten viele Spurenelemente und sind als Erdbeimischung für hochwertige Kulturen empfehlenswert. Knochenmehl ist durch die BSE-Krise in Verruf gekommen. Hornmehl ist davon jedoch nicht betroffen und unbedenklich.

Neue Beete vorbereiten

So gehen Sie vor: 

Sobald der Boden sich aufgewärmt hat, hacken Sie ihn oberflächlich. 
Entfernen Sie sorgfältig unerwünschten Pflanzenwuchs und Wurzelstücke von Wurzelunkräutern. 
Verteilen Sie den Dünger mit einer Schaufel auf dem Beet. Harken Sie ihn auseinander und arbeiten Sie ihn dann flach ein. 
Rechen Sie nun die Oberfläche glatt. Die Erde sollte leicht auseinander fallen und keine Klumpen mehr enthalten. 
Große Beete düngt man am besten mit reifem Kompost oder verrottetem Rindermist. Als Faustregel gilt: ein Eimer Kompost pro Quadratmeter. Wenn vorhanden bedecken Sie die neu angelegten Beete mit Sackleinen, Mulchvlies oder Stroh.

Mehltau an Wein

So beugen Sie Echtem und Falschem Mehltau an Wein vor: Bei Schnittmaßnahmen sollten Sie darauf achten, die Weinstöcke luftig zu schneiden, damit alle Pflanzenteile rasch abtrocknen können. Beim ersten Weinschnitt an der Pergola oder am Spalier sollten Sie auf fachkundige Hilfe zurückgreifen.

Stechpalme

Zeigen sich auf den Blattoberseiten Ihrer Stechpalme deutliche Minengänge und wirken die Blätter unansehnlich, weist das auf einen Befall durch die Ilexminierfliege hin. Beseitigen Sie alle betroffenen Blätter und verbrennen Sie diese möglichst, um einem Befall in dieser Saison vorzubeugen.

Gehölzpflege

Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal sind Kokosstricke oder spezielle Bindegurte.

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen gehören zu den Frühblühern im Jahr. Aber schauen Sie ruhig einmal genau hin. Schneeglöckchen ist nicht Schneeglöckchen. Diese kleinen Schönheiten blühen oft
im Verborgenen. Allein in der Natur gibt es 18 verschiedene Arten, die Zahl der Züchtungen geht in die Hunderte. Es gibt gefüllte, große, kleine, duftende, gelb markierte und Sorten, die schon im Dezember blühen. Bekannt ist die gefüllte ’Flore Pleno’, die sich rasch durch Ableger vermehren. Galanthus ’Arnott’ ist ein großblütiger Kultivar des Schneeglöckchens und duftet besonders gut nach Honig. 
Schneeglöckchen sind einfach zu ziehen. Sie vermehren sich eigentlich von allein. Sobald sie verblüht sind, könenn Sie die Horste teilen und auspflanzen. Am wohlsten fühlen sie sich unter Büschen und Bäumen und in der Wiese.

Stammtisch in Kehida

Jeden Freitag ab 18 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ zur alten Mühle“ der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Walter Schneider wird ab 01.Februar 2009 wieder anwesend sein und gerne mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stehen. Der Stammtisch ist unverbindlich und die Küche vorzüglich.
Am 27.02. und 06.03.2009 entfällt der Stammtisch wegen Renovierungsarbeiten.

Gärtnern nach dem Mond im März

Fruchttage: 7, 8, 15, 16, 23, 30, 31. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 9, 10, 17, 24, 25, 26. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 11, 12, 18, 19, 20, 27. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 5, 6, 13, 14, 21, 22, 28, 29. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist seit 01.02.2009 wieder geöffnet. Im Angebot sind Mulchvlies, Marmeladen aus Bio Anbau, Holunderblütensirup, Löwenzahnsirup, naturtrüber Bio Apfelsaft, Tomaten und Paprikasamen und Früchtetees.

Natürlich stehe ich – Öko-Gärtner Walter Schneider – für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
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