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Tomaten geschützt anbauen – Gründe und Möglichkeiten

Die Gartensaison 2014 steht vor der Tür. Es ist noch etwas Zeit für größere Arbeiten und Vorbereitungen im Garten oder letzte Aufräumarbeiten in der Laube oder im Geräteschuppen. Die Gartenplanung für das kommende Gartenjahr sollte nun langsam abgeschlossen werden, denn es stehen schon erste Aussaaten an.

Natürlich spielt die Tomate bei vielen Gartenfreunden dabei eine Hauptrolle. Als eines der beliebtesten Gemüse darf sie in keinem Garten fehlen. Die Frage, die sich viele Gartenfreunde stellen, die Tomaten anbauen möchten, ist, ob sie diese im Freiland oder geschützt anbauen sollen. Natürlich ist beides möglich. Es gibt aber viele Gründe, die für einen geschützten Anbau sprechen.

Gründe für den geschützten Anbau von Tomaten

1. Schutz vor Wind und Wetter

Kräftige Regengüsse oder langanhaltender Sommerregen, feuchte Witterungsperioden im Sommer, stürmische Winde oder sogar Hagelschauer sind Wettereinflüssen, die Tomaten überhaupt nicht mögen.

Kräftige Winde können Triebe an den Tomatenpflanzen beschädigen oder abbrechen und das Wachstum dadurch erheblich behindern. Ein kurzer Hagelschauer kann die gesamte Tomatenernte des Jahres vollkommen zunichte machen.

Sind Tomatenpflanzen bzw. die Triebe und das Laub anhaltender Feuchtigkeit ausgesetzt, können Krankheiten entstehen, wie die bei Tomaten gefürchtete Braunfäule. Befallene Triebe und Früchte werden braun und damit ungenießbar. Da es sich bei der Braunfäule um einen Schimmelpilz handelt, ist Vorsicht geboten.

Werden Tomaten geschützt angebaut, kann man diese widrigen Bedingungen für seine angebauten Pflanzen vermeiden und diese schützen.

2. Ideale Wachstumsbedingungen

Der geschützte Anbau von Tomaten ermöglicht auch die Schaffung von idealen Wachstumsbedingungen. Kühles Wetter ist auch im Sommer keine Seltenheit. Beim geschützten Anbau kann Wärme gespeichert werden und kühlere Temperaturen abgemildert werden.

Auch die Wasserversorgung der angepflanzten Tomaten lässt sich bei geschützten Anbau besser regulieren. Regnen es zu viel und nehmen die Tomaten zu schnell zu viel Flüssigkeit auf, können die Früchte einiger Sorten schnell platzen. Im geschützten Anbau kann man die Wasserzufuhr passend regulieren und die Tomaten optimal mit Wasser versorgen.

Möglichkeiten, Tomaten geschützt anzubauen

1. Das klassische Gewächshaus

Das klassische feste Gewächshaus mit Metallfundament und Rahmen, sowie Wänden aus Hohlkammerplatten, ist die beste Möglichkeit, Tomaten geschützt anzubauen. Die Standard-Größe mit ungefähr sechs Quadratmetern Grundfläche ermöglicht den bequemen Anbau von acht bis zehn Tomatenpflanzen. Dazu kann man sich gut in einem solchen Gewächshaus bewegen. Eine ideale Ergänzung für die Belüftung ist ein automatischer Fensteröffner, der temperaturabhängig für die ideale Belüftung des Gewächshauses sorgt.

2. Tomatengewächshaus bzw. Tomatenzelt

Tomaten kann man ebenfalls in einem Tomatengewächshaus, auch als Tomatenzelt bekannt, geschützt anbauen. Oft bestehen solche Gewächshäuser speziell für Tomaten aus einem Steckrahmen und einer Folie. Sie sind eine günstige Alternative zum oben beschriebenen klassischen Gewächshaus, bieten aber meist nur Platz für drei bis vier Pflanzen. Sie sind aufgrund der kleinen Grundfläche ideal für kleinere Gärten. Auch Anfänger können sich so preiswert am geschützten Tomatenanbau probieren und später eventuell aufrüsten.

3. Tomatenanbau in Kübeln

Relativ selten praktiziert wird der Anbau von Tomaten in Kübeln, aber gerade kleinwüchsige Tomatensorten (z. B. Busch- oder Balkontomaten) bieten sich geradezu für diese Variante des Anbaus an. Der große Vorteil liegt darin, dass die Pflanzen portabel bzw. unabhängig vom Standort sind. Als Standort bieten sich geschützte sonnige Hauswände oder ein sonniges Plätzchen unter einem Vordach an. Droht einmal Unheil durch schlechtes Wetter, kann man die Kübel bequem an einen sicheren Ort bringen. Die Kübel sollten mindestens ein Volumen von 12 bis 15 Litern haben.

4. Tomatenhauben

Tomatenhauben sind die preiswerteste Möglichkeit Tomaten vor äußeren Einflüssen zu schützen. Einfache Tomatenhauben sind meist gelochte Folienschläuche mit rund 60cm Durchmesser, die über die Pflanzen gestülpt, oben zusammengebunden und am Rankstab der Tomatenpflanze befestigt werden. Komfortablere Ausführungen verfügen über Ringe als Abstandshalter. Die Handhabung ist einfach. Bei gutem Wetter krempelt man die Hauben wie einen Hemdsärmel einfach nach oben. Droht Unwetter, rollt man die Hauben einfach wieder nach unten ab. Während der Wachstumsphasen der Tomatenpflanzen muss man die Hauben immer wieder etwas weiter oben am Rankstab anbringen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Tomaten vor ungünstigen Einflüssen zu bewahren. Welche man nutzt hängt von einigen Faktoren ab: Platz, Anzahl der Pflanzen, gewünschte Haltbarkeit und nicht zuletzt vom jeweiligen Budget.