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Ungarns Wirtschaft im Minus

Die Wirtschaft in Ungarn ist seit dem Stagnieren Mitte vorigen Jahres geschrumpft. Im 4. Quartal ging das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, geht aus einer am Dienstag veröffentlichen gemeinsamen Schätzung des Zentralen Statistischen Amtes und des Forschungsinstituts für Wirtschaft und Gesellschaftsstrategie Ecostat hervor. Für das ganze Jahr wurde ein Wachstum von 0,6 Prozent erzielt.

Die Industrieproduktion nahm dabei im Jahresverlauf um 1,1 Prozent ab. In der Bauindustrie blieb das Produktionsvolumen um 5,1 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, wobei jedoch in den letzten Monaten des Jahres eine geringfügige Belebung zu beobachten ist. Dagegen konnte die Landwirtschaft im Vergleich zum vorangegangenen Dürrejahr 75 Prozent mehr Getreide erzeugen. Die Agrarproduktion stieg auch insgesamt bedeutend.

Die Zahl der Beschäftigten ging um 1,2 Prozent zurück, die der Arbeitlosen stieg um 5,5 Prozent, während sich die Arbeitslosenquote auf 7,9 Prozent erhöhte. Der Anstieg der Verbraucherpreise machte für das ganze Jahr 6,1 Prozent aus. Seit Mai hielt die Verlangsamung des Preiszuwachses an.