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Gibt es Heilwasser in Tihany?

Die Gemeinde beginnt nach Thermalwasser zu suchen

„Tihany ist unter die Orte mit günstiger Lage einzuordnen, doch das vergessen die Menschen oft, wenn die Einnahmen aus dem Tourismus mit erheblichen Kosten einhergehen“, sagte István Bors, der Bürgermeister der Gemeinde. „Wir haben ein schweres Jahr hinter uns, weil wegen der sich hinziehenden Verwaltungsreform immer mehr Aufgaben mit immer weniger Geld verbunden sind“, begann der Bürgermeister seinen Bericht über das vergangene Jahr. Wegen der Unzulänglichkeit des derzeitigen Finanzierungssystems steuert Tihany mit 1500 Einwohnern jährlich rund 70 Millionen Forint zur Unterhaltung von Kindergarten und Schule bei.

Der Fremdenverkehr ist eine wichtige Einnahmequelle, doch es bedeutet auch Mehrkosten, dass die Gemeinde in Ordnung gehalten werden muss, auch ihre Verschönerung ist keine billige Aufgabe, darüber hinaus ging die Gästezahl im vergangenen Jahr zurück und damit sanken auch die Steuereinnahmen der Gemeinde.

Nach Auffassung des Ortsvorstehers ist die Balatonregion eine der am meisten geschädigten Gegenden des derzeitigen regionalen Verteilungssystems. Die Schaffung einer selbständigen Balatonregion wäre wünschenswert, denn das wäre neben vielem anderen auch dem Tourismus am dienlichsten. Tihany ist schon seit langem dafür bekannt, dass in seinem Angebot neben den traditionellen Fremdenverkehrsprodukten auch der Kultur-, Erbe- und Ausflugstourismus eine Rolle spielen. Das möchte man auch in Zukunft fortsetzen.

István Bors verbucht es als wichtiges Ergebnis, dass die letzten drei eingereichten Ausschreibungsbewerbungen erfolgreich waren. Von den im vergangenen Jahr erhaltenen Geldern konnten die Stützmauern der hängenden Garten unterhalb der Kirche und die Major utca erneuert werden bzw. die Fassade des Kindergartens neu verputzt und die Fenster und Türen ausgewechselt werden.

In diesem Jahr hat die Gemeinde ähnliche Pläne, man möchte sich in erster Linie um Mittel für die Erneuerung der Straßen bewerben. Auch Tihany beginnt, nach Thermalwasser zu suchen, und hofft, dass es gelingen wird, auf Mineral- und eventuell auf Heilwasser zu stoßen. István Bors sagte, dass in diesem Jahr die neben der Fähre befindliche mehr als 10 Hektar große Fläche verkauft werden soll, wovon man sich eine beachtliche Einnahme erhofft. Der Bewerber erhält auf dem Gelände, das zu 10 bis 12 Prozent bebaut werden kann, unter Beachtung des örtlichen Bebauungsplans freie Hand.