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Krise in Ungarn verschärft sich weiter

Die Talfahrt der ungarischen Wirtschaft hat sich auch im Januar ungehemmt fortgesetzt. Die Industrieproduktion ging im Januar um 23 Prozent zurück, während die Bauindustrie um 16 und der Außenhandel um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat abrutschte, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Freitag. Die Zahl der Beschäftigten lag im Schnitt von November bis Januar um 1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, die Arbeitslosenquote stieg auf 8,4 Prozent. Die Durchschnittsverdienste verringerten sich, das Einzelhandelsvolumen blieb im ersten Monat des Jahres um 2,8 Prozent hinter dem vor einem Jahr zurück. Dabei erhöhten sich die Verbraucherpreise um 3,1 Prozent.

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zeigten sich im letzten Quartal des Jahres immer stärker. Das kam in einer bedeutenden Verringerung der inneren und äußeren Nachfrage, in einem Produktionsabbau, bedingt durch Absatzprobleme, sowie in sinkendem Konsum und Investitionen, im Anstieg der Arbeitslosigkeit und einer Verlangsamung der Inflation zum Ausdruck.

Nach dem im Vergleich zu vorangegangenen Jahren wesentlich langsameren Wachstum der ungarischen Wirtschaft von 1,1 Prozent im Jahr 2007 zeigte sich in der ersten Hälfte 2008 eine Belebung, die durch die internationalen Entwicklungen, darunter in erster Linie die ungünstige Gestaltung der lage unserer Hauptwirtschaftspartner unterbrochen wurde. Nach einem Wachstum des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) von 2 Prozent im I. Halbjahr verlangsamte sich der Anstieg im III. Quartal auf 0,8 Prozent. Im letzten Quartal trat ein 2,3prozentiger Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Im ganzen jahr 2008 stieg die Leistung der ungarischen Volkswirtschaft um 0,5 Prozent.