Gefro Banner

Budapester Busse: Jetzt vorn einsteigen

Bei immer mehr Bussen in Budapest müssen die Fahrgäste neuerdings vorn einsteigen. Dabei haben sie noch vor Fahrtbeginn ihre gültige Fahrkarte oder ein Anrecht vorzuzeigen. Für ehrlich zahlende Passagiere bedeute dies einen Interessenschutz, hieß es in einer Mitteilung der Budapester Verkehrs AG (BKV). Andererseits zeigt eine öffentliche Diskussion in diesen Tagen, dass sich die zahlreichen Schwarzfahrer von dieser Maßnahme besonders betroffen fühlen. Das Unternehmen rechnet mit einer verbesserten Sicherheit auf den Bussen.

„Das Einsteigen an der vorderen Tür hat die daran geknüpften Hoffnungen bestätigt“, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung. „Deshalb wird das Verfahren aufgrund unserer Erfahrungen und der positiven Stimmen unserer Fahrgäste vom 1. Juli an auch auf die Linie 40 (zwischen dem Móricz Zsigmond körtér und dem Vorort Budaörs) ausgedehnt.“

Begonnen hatte die Einführung zunächst auf weniger stark genutzten Linien. Zu Stockungen kam es nur, wenn jemand weder Fahrkarte noch Dauerkarte vorweisen konnte. Wie sich herausstellte, ging das Fahrgastaufkommen leicht zurück, obwohl mehr Fahrkarten abgesetzt wurden. Das zeige, dass auf den Linien mit dem neuen Einstiegssystem das Schwarzfahren aufgehört habe.