OECD sieht Ungarns Wirtschaft im Jahr 2020 um 8-10% schrumpfen

Die OECD geht davon aus, dass die Wirtschaft Ungarns in diesem Jahr um 8-10% schrumpfen wird, je nachdem, ob gegen Ende des Jahres ein zweiter Ausbruch des neuartigen Coronavirus auftritt. Die OECD schätzt den Rückgang auf 8,0% in einem „Single-Hit-Szenario“ und auf 10,0% in einem „Double-Hit-Szenario“ in einer halbjährlichen Prognose. Die OECD prognostiziert eine Erholung auf 4,6% BIP-Wachstum im Jahr 2021 im „Single-Hit-Szenario“, aber eine langsamere Erholung auf nur 1,5% im „Double-Hit-Szenario“ – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Der Staatssekretär des Finanzministeriums, Gábor Gion, sagte, die Prognose ignoriere mehrere Aspekte und sei negativer als die Prognosen der Regierung und der Marktteilnehmer. Er fügte jedoch hinzu, dass die OECD die Schutzbemühungen Ungarns und die schnelle Vorbereitung seines Gesundheitssystems auf die Epidemie anerkenne. Im internationalen Vergleich könne die ungarische Wirtschaft daher schneller wieder in Gang gebracht werden, sagte er.

Gion sagte, der OECD-Bericht ignoriere die Krisentoleranzfähigkeiten der ungarischen Wirtschaft und deshalb seien seine Projektionen nicht gut fundiert. Er fügte hinzu, dass, auch wenn sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt habe, das Wachstum im ersten Quartal mit 2% immer noch zu den besten in der Europäischen Union gehöre.