Die Corona-Realität könnte den deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche belasten.
Nachdem Anfang Oktober noch die Hoffnung auf ein weiteres US-Konjunkturpaket zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie die Kurse gestützt hatte, ignorierten die Anleger zuletzt die weiter steigende Zahl an Neuinfektionen nicht mehr. Die Sorge über einen Kontrollverlust bei der Seuche wächst.
Der deutsche Leitindex Dax schloss am Freitag mit einem Tagesplus von 1,62 Prozent bei 12 908,99 Punkten. Auf Wochensicht ergab sich gleichwohl ein Minus von 1,09 Prozent.
«Die Dynamik der zweiten Corona-Welle überrascht auch die Börsianer», schrieb Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank. Zwar scheine das Infektionsgeschehen in Europa am schlimmsten zu sein, aber auch in den USA stiegen die Zahlen weiter. Damit werde es wieder wirtschaftliche Rückschläge im letzten Quartal des Jahres geben: «Ein Einbruch wie im Frühjahr ist zwar nicht zu befürchten, denn die Wirtschaft ist flexibler geworden. Aber erneute Rückgänge in der gesamtwirtschaftlichen Aktivität sind möglich.» Insgesamt nähmen die Risiken zu, und in einer solchen Lage würden die Marktteilnehmer vorsichtiger.
Interessant dürfte ein Blick auf die Konjunkturdaten in der neuen Woche sein. Zu Wochenbeginn stehen die chinesischen Wachstumszahlen für das dritte Quartal auf der Agenda, am Freitag dann die deutschen und europäischen Einkaufsmanagerindizes.
Geschäftszahlen von Unternehmen sind in der neuen Woche rar gesät. Am Dienstag berichtet der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius über das abgelaufene Quartal, bevor am Mittwoch die Software AG ihre Resultate präsentiert. Im weiteren Wochenverlauf folgen dann mit dem Telekomausrüster Adva Optical Networking und dem Personaldienstleister Amadeus Fire (beide am Donnerstag) sowie dem Elektronikhändler Ceconomy und dem Saatgutkonzern KWS Saat (beide am Freitag) vier im Nebenwerteindex SDax gelistete Unternehmen.
Nach Auffassung des Analysten Michael Bissinger von der DZ Bank sollte die Berichtssaison zum dritten Quartal zeigen, dass die Unternehmen zwar weiterhin stark unter dem Coronavirus leiden, seit dem Tiefpunkt im zweiten Quartal allerdings deutliche Fortschritte erzielt wurden. Die Einschätzung kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen Tagen hatten bereits Konzerne wie Daimler, BASF, Evonik und Covestro mit ihren Eckdaten zum dritten Jahresviertel durchaus positiv überrascht.
Allerdings geht laut Bissinger neben Corona und einer Vielzahl von politischen Risiken auch vom hohen Bewertungsniveau, das Aktien mittlerweile erreicht hätten, eine dämpfende Wirkung für die Kursentwicklung aus.
Die Corona-Realität könnte den deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche belasten.
Nachdem Anfang Oktober noch die Hoffnung auf ein weiteres US-Konjunkturpaket zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie die Kurse gestützt hatte, ignorierten die Anleger zuletzt die weiter steigende Zahl an Neuinfektionen nicht mehr. Die Sorge über einen Kontrollverlust bei der Seuche wächst.
Der deutsche Leitindex Dax schloss am Freitag mit einem Tagesplus von 1,62 Prozent bei 12 908,99 Punkten. Auf Wochensicht ergab sich gleichwohl ein Minus von 1,09 Prozent.
«Die Dynamik der zweiten Corona-Welle überrascht auch die Börsianer», schrieb Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank. Zwar scheine das Infektionsgeschehen in Europa am schlimmsten zu sein, aber auch in den USA stiegen die Zahlen weiter. Damit werde es wieder wirtschaftliche Rückschläge im letzten Quartal des Jahres geben: «Ein Einbruch wie im Frühjahr ist zwar nicht zu befürchten, denn die Wirtschaft ist flexibler geworden. Aber erneute Rückgänge in der gesamtwirtschaftlichen Aktivität sind möglich.» Insgesamt nähmen die Risiken zu, und in einer solchen Lage würden die Marktteilnehmer vorsichtiger.
Interessant dürfte ein Blick auf die Konjunkturdaten in der neuen Woche sein. Zu Wochenbeginn stehen die chinesischen Wachstumszahlen für das dritte Quartal auf der Agenda, am Freitag dann die deutschen und europäischen Einkaufsmanagerindizes.
Geschäftszahlen von Unternehmen sind in der neuen Woche rar gesät. Am Dienstag berichtet der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius über das abgelaufene Quartal, bevor am Mittwoch die Software AG ihre Resultate präsentiert. Im weiteren Wochenverlauf folgen dann mit dem Telekomausrüster Adva Optical Networking und dem Personaldienstleister Amadeus Fire (beide am Donnerstag) sowie dem Elektronikhändler Ceconomy und dem Saatgutkonzern KWS Saat (beide am Freitag) vier im Nebenwerteindex SDax gelistete Unternehmen.
Nach Auffassung des Analysten Michael Bissinger von der DZ Bank sollte die Berichtssaison zum dritten Quartal zeigen, dass die Unternehmen zwar weiterhin stark unter dem Coronavirus leiden, seit dem Tiefpunkt im zweiten Quartal allerdings deutliche Fortschritte erzielt wurden. Die Einschätzung kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen Tagen hatten bereits Konzerne wie Daimler, BASF, Evonik und Covestro mit ihren Eckdaten zum dritten Jahresviertel durchaus positiv überrascht.
Allerdings geht laut Bissinger neben Corona und einer Vielzahl von politischen Risiken auch vom hohen Bewertungsniveau, das Aktien mittlerweile erreicht hätten, eine dämpfende Wirkung für die Kursentwicklung aus.
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