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Fahrradwege sollen Unfälle um die Hälfte reduzieren – Neues Regierungsprogramm

Budapest (MTI) Der Bau von insgesamt 2’000 Kilometern Fahrradwegen im ganzen Land vor 2013 soll die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle um die Hälfte reduzieren, wie die Tageszeitung Nepszabadsag am Montag berichtete.

Die Zeitung zitierte Wirtschaftsminister Janos Koka, dass im Rahmen eines Regierungsprogramms 2007-2013 über 60 Milliarden Forint (243 Millionen Euro) für die Entwicklung der nötigen Infrastruktur bereitgestellt werden sollen. Auf diese Weise werde Ungarn fünf Prozent der europäischen Fahrradtouristen anziehen können. Es werde zudem erwartet, dass das Fahrrad an Beliebtheit gewinnt und zehn Prozent aller Transporte ausmachen wird.

Wie Umweltminister Miklos Persanyi sagte, wurden im vergangenen Jahr erstmals eine umfassende Einschätzung aller Fahrradwege in Ungarn sowie technische Regulierungen vorbereitet. Für den Bau von 100 Kilometern Fahrradwegen gab die Regierung eine Milliarde Forint aus und entwarf Pläne für zusätzliche 500 Kilometer. Dieses Jahr soll der Betrag für die Entwicklung von Fahrradwegen laut Umweltminister Persanyi verdoppelt werden.

Studien haben gezeigt, dass die Mehrheit der gefahrenen Autostrecken in Ungarn nicht länger als fünf Kilometer ist. Das Programm zur Erweiterung der Fahrradwege will darum mindestens zehn Prozent der Fahrer davon überzeugen, für kurze Strecken das Fahrrad zu benutzen.