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Polizei verbietet Schwulen- und Lesbenparade in Ungarn

Die schon traditionelle Parade der Schwulen und Lesben in Budapest soll auf behördliche Weisung in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Polizei verbot das in Ungarn als „Aufmarsch der Warmen“ bekannte Ereignis, teilten die Veranstalter am Montag (14.2.) mit. Der Verkehr werde unverhältnismäßig eingeschränkt, habe die Polizei zur Begründung wissen lassen. Der abschließenden Höhepunkt des Budapest Pride Festivals ist für den 18. Juni, einen Samstag, geplant. Die Polizei kündigte die Veröffentlichung einer eigenen Stellungnahme an.

Allgemein bekannt ist jedoch, dass der Demonstrationszug auch in der Vergangenheit auf der Prachtstraße Andrássy út zwischen dem Heldenplatz und der Alkotmány Straße stattfand. Allerdings hatten die Teilnehmer im vorigen Jahr schon vor dem geplanten Endpunkt die Richtung ändern müssen, um einer Gegendemonstration auszuweichen.

Die Veranstalter kündigten nach Angaben der nationalen Nachrichtenagentur MTI an, gegen das Verbot vor Gericht zu ziehen, da sie nicht bereit seien, den ursprünglichen Weg zu ändern. Von Seiten der jungen Oppositionspartei „Politik kann anders sein“ (LMP) erhielten sie schon prominente Unterstützung. Der Chef der LMP-Parlamentsfraktion, András Schiffer, bot auch persönlich Rechtshilfe an.