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Schweinehalter protestieren in Budapest

Auf dem Kossuth-Platz vor dem ungarischen Parlament in Budapest haben am Mittwoch (30.3.) nach Medienberichten rund 60 Schweinehalter gegen schlechte Verwertungsbedingungen protestiert. Derzeit könne Schweinefleisch wegen der gestiegenen Futterpreise und anderer ungünstiger Wirtschaftsfaktoren nur mit Verlust produziert werden, erklärte der Vorsitzende des Verbandes Ungarischer Schweinehalter, Antal Sákán. Lebendes Schwein sei gegenwärtig nur gegen 310 bis 315 Forint je Kilogramm (etwa 1,20 Euro9 abzusetzen, während die Herstellung 370 bis 380 Forint koste.

Mehrere tausend Arbeitsplätze seien deshalb bedroht. Außerdem könnten mehrere 100 000 Schweine vom ungarischen Markt verschwinden und an ihrer Stelle weitere Importe ins Land kommen. Als Beispiel verwies Sákán darauf, dass seit dem Dioxinskandal deutsches Schweinefleisch in Korea, Japan und Russland schwer absetzbar sei und deshalb angeblich die mittel-osteuropäischen Länder zum Markt für deutsches Schweinefleisch geworden wären. Vom Agrarministerium werde erwartet, dass den Erzeugern in Ungarn als Sofortmaßnahme Kredite für Umlaufmittel und staatlich aufgekauftes Futter gesichert werden.