Führender ungarischer Geschäftsmann wegen Verdachts auf Bestechung verhaftet

László Bige, der Eigentümer des Kunstdüngerherstellers Nitrogénművek, wurde wegen des Verdachts der Bestechung und anderer Wirtschaftsdelikte unter strafrechtliche Aufsicht gestellt, sagte ein Gericht in Nyíregyháza am Donnerstag. Nitrogénművek bestätigte am Mittwoch, dass Bige in Gewahrsam genommen worden sei – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

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Staatsanwälte, die Bige nicht namentlich identifizierten, sagten, sie hätten den Vorsitzenden und CEO eines landwirtschaftlichen Unternehmens in Gewahrsam genommen, so das Bezirksgericht Nyiregyhaza in einer Erklärung. Es hieß, die Person werde verdächtigt, seine Firma angewiesen zu haben, einen Teil ihrer Produktion unter dem Standard zu deklarieren und zu einem reduzierten Preis an Einzelhändler zu verkaufen, die sie dann zum oder nahe dem Marktpreis weiterverkaufen würden. Die Staatsanwaltschaft behauptet auch, dass der Verdächtige mit einem der Einzelhändler vereinbart hatte, dass er die Differenz des Verkaufspreises in bar zurückerstattet bekommen würde, wodurch der Verdächtige zwischen 2011 und 2016 mehr als 800 Millionen Forint (2,2 Mio. EUR) einstecken konnte. Es wird angenommen, dass der Betrug das Unternehmen 2 Milliarden Forint gekostet hat. Die Staatsanwaltschaft leitete die Verhaftung des Verdächtigen wegen des Verdachts einer Straftat ein, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren geahndet wird, da bei ihm Fluchtgefahr bestehe.

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Das Gericht in Nyíregyháza sagte, dass gegen den Verdächtigen schon seit mehreren Jahren strafrechtlich ermittelt wird und er immer mit den Behörden kooperiert hat. Es fügte jedoch hinzu, dass aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der Person um eine führende Wirtschaftspersönlichkeit handelte, die Gefahr bestand, dass er seine Position nutzen könnte, um die an den Ermittlungen Beteiligten zu beeinflussen. Das Gericht sagte daher, dass es genug sei, den Verdächtigen unter strafrechtliche Aufsicht zu stellen.

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Nitrogénművek sagte in einer Erklärung am Mittwoch, dass die Anschuldigungen gegen Bige „völlig unbegründet“ seien und nur dazu dienten, den Firmenchef einzuschüchtern und seinen Ruf zu beschädigen. Das Unternehmen gelobte, alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel zu nutzen, um sich und Bige zu verteidigen.

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