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Sanktionen für Hundehalter in Ungarn

Ab 1. Januar 2013 ist in Ungarn die Implantation eines Mikrochips für Hunde ab vier Monaten Pflicht. Hundehalter, die dem nicht nachkommen, können im Sinne einer dazu erlassenen Verfügung mit Strafen von bis zu 40.000 Forint (etwa 140 Euro) belegt werden. Tierschützer rechnen deshalb damit, dass in armen Gegenden des Landes im Januar verstärkt Hunde ausgesetzt werden könnten. Schätzungen zufolge dürfte es in Ungarn etwa 2,5 Millionen Hunde in Privatbesitz geben, wovon bis Anfang Dezember nur etwa die Hälfte gechipt worden war.

Die Nutzung des so genannten Transponders ähnelt der des amtlichen Kennzeichens von Autos und dient der Kennzeichnung von Heimtieren. Der Mikrochip ist für Hunde, Frettchen und Katzen in den meisten Ländern der EU bereits Pflicht.

Der Chip ist nur etwa 2 mm dick und so groß wie ein Fingernagel, er enthält Informationen über den Hund und dessen Eigentümer. Mit entsprechenden Lesegeräten kann er gut und einfach ausgelesen werden, das garantiert eine eindeutige Erkennung des Tieres.
Die Implantation erfolgt mit einer Spritze und dauert zirka 15 Minuten. Der Eigentümer kann das Tier betäuben lassen, um Schmerzen zu vermeiden. In Abhängigkeit von den Kosten der Untersuchung und der Art der Betäubung kostet die Implantation in Ungarn zwischen 3500 Forint (etwa 12 Euro) und 12.000 Forint (etwa 40 Euro).

In den Tierheimen des Landes wurde die Implantation von Mikrochips bereits zum größten Teil durchgeführt, so dass man mit einem Hund aus dem Heim auf der sicheren Seite ist und zudem einem Tier eine neue Heimat gegeben hat.