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Schwerer Fall von Tierquälerei in Keszthely

Deutsche Einwohner und hiesige Tierschützer bemühen sich seit langem um die Einhaltung des Tierschutzgesetzes in Ungarn. Dennoch scheint es trotz häufiger Berichterstattung in den Medien immer mehr Verstöße dagegen zu geben. Engagierte deutsche Mitbürger sprechen von einem in höchstem Maße gestörten Verhältnis zu Tieren und zur Umwelt in einer breiten Schicht der Bevölkerung.

Am 10. Januar 2014 erhielten Tierschützer einen Hinweis auf absolut inakzeptable Haltung zahlreicher Hunde mitten in der Stadt Keszthely. Nach der Besichtigung vor Ort informierten die ehrenamtlichen Mitarbeiter die hiesige Polizei. Diese ließ 14 Hunde aus unwürdigen Verhältnissen in die Hundeauffangstation von Cserszegtomaj bringen. Weitere 2 Hunde und 4 Welpen kamen in die Station der Tierschutzpolizei.

Die Tierschützer suchen nun nach Möglichkeiten zur Unterbringung der Tiere, denen sonst die Einschläferung droht. In weiten Teilen des Landes ist es in den Auffangstationen – möglicherweise aus Mangel an Geldern – immer noch so, dass die eingelieferten Tiere nur eine gewisse Zeit in der Station bleiben können.

Die Tierschützer der Region Westbalaton forderten nach diesem Vorfall den Bürgermeister der Stadt auf, die Hundehaltung besser zu kontrollieren, Halter gegebenenfalls härter zu bestrafen und die Tierschutzgesetze in Zusammenarbeit mit Tierschützern konsequent durchsetzen zu lassen. Viele ehrenamtliche Bürger stehen der Kommunalpolitik dabei gern verantwortungsvoll zur Seite.