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Ungarn: Hunde dürfen nicht an die Kette

Die Nationale Verbraucherbehörde (Nébih) teilte den Medien gegenüber mit, dass es seit 1. Januar 2016 verboten ist, Hunde permanent an die Kette zu legen. Tierschützer verbuchen die Gesetzesverordnung als Erfolg, weil es in Ungarn vielerorts nach wie vor üblich ist, Hunde ständig und oft sogar an viel zu kurzen Ketten zu halten.



Verstöße gegen die Verordnung können mit einer Geldstrafe geahndet werden, sie fallen jedoch nicht unter das StgB und gelten deshalb nicht als Straftat. Bei Verstößen gegen die Vorschrift ist aus diesem Grunde nicht die Polizei, sondern der Notar, bzw. der amtliche Veterinärdienst zu benachrichtigen. Nach eingehender Prüfung der Umstände wird der Hundehalter in erster Linie zur Behebung der Mängel verpflichtet. Sollte er dem nicht nachkommen, kann eine Geldstrafe von mindestens 15 Tausend Forint, in besonders schweren Fällen auch empfindlich höher gegen ihn verhängt werden.

Das Gesetz schreibt vor, dass Hundehalter den Tieren in jedem Fall ein ihren individuellen Bedürfnissen entsprechendes Umfeld zu sichern haben. Dazu gehört, dass ein Hund nicht ständig an der Kette liegen darf und ihm regelmäßig genügend Freiraum, sowie Auslauf gesichert werden muss. Die Tierschutzbehörde machte Hundehalter darauf aufmerksam, dass jeder, der sich für einen Hund entscheidet, die Regeln einer verantwortungsvollen Tierhaltung einzuhalten und seine eigene Tierliebe zu prüfen hat.

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