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MAL-Arbeitsplätze in Gefahr

Die Aluminiumhütte MAL AG im Nordwesten Ungarns kommt seit dem Dammbruch eines Deponiebeckens zur Lagerung von Rotschlamm am 4. Oktober 2010 nicht mehr aus den Schlagzeilen. Die Behebung der größten Industriekatastrophe Ungarns und die Suche nach Ursachen und Schuldigen beschäftigten monatelang die Medien und Behörden.

Nachdem die Aktiengesellschaft zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 500 Millionen Euro (135 Milliarden Forint) verurteilt wurde, stellt sich nun die Existenzfrage und damit der Erhalt von mehreren Tausend Arbeitsplätzen bei MAL und bei angeschlossenen Firmen.

Auf einer Pressekonferenz im Februar 2013 betonte Parlamentsabgeordneter, Zoltán Gőgös, dass ein ganzer Industriezweig verloren gehen könnte, wenn die Regierung keine Hilfe leistet. Die Unterstützung durch die Politik sei jetzt notwendig, damit zur Lösung der Probleme Gespräche der Aktiengesellschaft mit ihren Gläubigern und mit Banken eingeleitet werden können. Es ginge hier nicht nur um ein wirtschaftliches Problem, sondern auch um die Existenzängste von 5000-6000 Familien im Raum Ajka, sowie um ausfallende Steuereinnahmen in den noch immer unter den Auswirkungen der Katastrophe leidenden Gemeinden.

Gőgös zufolge müssten EU-Fördermittel eingesetzt werden, um in diesem Wirtschaftszweig und in der Region neue Perspektiven zu erforschen, sowie Bedingungen zu deren Verwirklichung zu schaffen. Er forderte des Weiteren, den im vergangenen Jahr erarbeiteten Reorganisationsplan der MAL AG gemeinsam umzusetzen.