DFB-Pokal: Essen besiegt Bayer – Werder und Kiel weiter

Leverkusen ist raus, Essen feiert. Bremen steht im Viertelfinale, auch der Bayern-Bezwinger ist dabei. Der DFB-Pokal hatte am Dienstagabend wieder viel zu bieten. Berlin ist nicht mehr weit.

Bayer Leverkusen hat sich als nächster Bundesligist aus dem DFB-Pokal verabschiedet, Werder Bremen ist dagegen auf Kurs.

Die Werkself verlor gegen Regionalligist Rot-Weiss Essen nach Verlängerung mit 1:2 (0:0, 0:0) – vor dem Stadion des klassentiefsten im Wettbewerb verbliebenen Clubs wurde der Einzug ins Viertelfinale mit Feuerwerk gefeiert. Weiterhin vom Finale in Berlin träumen dürfen auch die Fans von Bayern-Bezwinger Holstein Kiel, der im Elfmeterschießen mit 7:6 (1:1, 1:1, 0:0) gegen den Zweitligarivalen Darmstadt 98 gewann.

Bremen siegte mit 2:0 (1:0) gegen den Paderborner Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth. Kevin Möhwald (12.) und Felix Agu (73.) trafen für den Bundesligisten. Borussia Dortmund musste gegen Zweitligist SC Paderborn zunächst in die Verlängerung, nach der regulären Spielzeit stand es 2:2 (2:0).

Leverkusen blamierte sich im Essener Dauerregen. «Das ist eine bittere Niederlage und ein Scheiß-Gefühl, aber es muss weitergehen», sagte Torwart Lukas Hradecky. «Nach dem 1:0 dachten wir vielleicht schon, dass es vorbei war. Das war der größte Fehler. Jeder steckt da mit drin. Das darf uns nicht passieren.»

Leon Bailey (105.) traf zwar zunächst für Bayer, doch Oguzhan Kefkir (108.) und Simon Engelmann (118.) sorgten dafür, dass Essen auch im 33. Pflichtspiel innerhalb eines Jahres ungeschlagen blieb. Zuvor hatte der Traditionsverein und Cup-Sieger von 1953 Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf ausgeschaltet.

«Was wir als Mannschaft geleistet haben, wirklich unfassbar», sagte der überragende Essener Torwart Daniel Davari bei Sky den Freudentränen nahe. Vorstandschef Marcus Uhlig äußerte zur kommenden Runde, die am Sonntag (18.30 Uhr) von Solo-Weltumsegler Boris Herrmann ausgelost wird: «Wenn noch ein schlagbarer Zweitligist dabei bleibt, hätte ich den gerne.»

Möglicherweise Kiel – die Norddeutschen hatten bereits in der zweiten Runde gegen die Bayern im Elfmeterschießen bestanden. Gegen Darmstadt war in der regulären Spielzeit Janni Serra (58.) erfolgreich, Serdar Dursun (86.) traf für die Gäste, die dann vom Punkt das Nachsehen hatten. «Das war ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe», sagte Holstein-Trainer Ole Werner. «Im Elfmeterschießen gewinnt am Ende des Tages die glücklichere Mannschaft.»

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