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Gaskonferenz in Siófok

Die Sommerhauptstadt Ungarns, Siófok am Balaton, war vom 17.-18. Oktober 2013 Gastgeber der 45. Internationalen Gaskonferenz und Ausstellung. Im Hotel Azúr trafen sich Vertreter wichtiger Gasfirmen vor allem aus der mittelosteuropäischen Region und berieten wichtige Fragen der Energieversorgung.

Der Staatssekretär für Energieangelegenheiten im Ministerium für Nationale Entwicklung stellte den Bau einer slowakisch-ungarischen Gasleitung vor und betonte die Wichtigkeit der Pipeline für die Sicherheit der Energieversorgung in Ungarn. Die Gasleitung ist bereits im Bau, der Probebetrieb wird im Jahre 2014 aufgenommen. Die komplette Inbetriebnahme geschieht planmäßig im Jahr 2015. Der Staatssekretär betonte, dass Ungarn angesichts kaum vorhandener eigener, traditioneller Energiequellen in der Energieversorgung sehr verletzlich ist und im starken Maße von Nachbarländern abhängt. So werden 80 Prozent der heimischen Erdgasversorgung über den Import abgesichert.

Die slowakisch-ungarische Gasleitung ist Teil des Nord-Süd-Energiekorridors der EU und dient dazu, die historische Abhängigkeit der mittelosteuropäischen Region vom Import aus dem Osten zu mindern und so eine bessere Position bei der Preisbildung zu schaffen. Nach Fertigstellung der Pipeline fließt Gas sowohl von der Ostsee, als auch von der Adria in diese Region. Die Kapazität der slowakisch-ungarischen Gasleitung soll rund 5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr betragen.