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SEPA – Ein vereinheitlichtes Zahlungssystem für Deutschland, Ungarn und weit darüber hinaus

Wenn ab dem 1. Februar des nächsten Jahres der bargeldlose Zahlungsverkehr zwischen Deutschland und Ungarn genauso wie in der gesamten Europäischen Union und weiteren fünf Ländern vereinheitlicht wird, soll in Europa der wettbewerbsfähigste und dynamischste Wirtschaftsraum der Welt entstehen. Das Hauptziel des Projekts SEPA (Single European Payments Area) ist es entsprechend, den elektronischen Zahlungsverkehr innerhalb des Euro-Währungsgebiets ebenso einfach und unbürokratisch zu strukturieren wie er sich bis dato innerhalb der Staatsgrenzen eines Landes gestaltet hat. Eines der charakteristischen Merkmale der Umstellung auf SEPA ist die Einführung internationaler Kontonummern (IBAN) und internationaler Bankleitzahlen (BIC). Die Umstellung wird zukünftig zwar vor allem dem Finanzsektor nützlich sein. Andererseits können aber auch deutsche und ungarische klein- und mittelständische Unternehmen sowie Großkonzerne von der SEPA-Einführung profitieren: Denn durch den einfacheren und unbürokratischen Zahlungsverkehr zwischen beiden Ländern wird einerseits die Zusammenarbeit der Unternehmen erleichtert und andererseits resultieren hieraus für deren Kunden beispielsweise kürzere Lieferzeiten. 

Vorteile der SEPA-Umstellung für Deutsche, Ungarn und deren Wirtschaftsbeziehungen

Im Allgemeinen dient die Umstellung auf das Zahlungssystem SEPA dazu, dass Lastschriftverfahren, Banküberweisungen, Girokonto- und Kreditkarten von Deutschen in Ungarn und Ungarn in Deutschland ebenso problemlos verwendet werden können, wie in den jeweiligen Heimatländern. Auf unternehmerischer Ebene resultieren hieraus vereinfachte und somit bessere Zahlungsbedingungen, die auf Regularien der Europäischen Kommission sowie der Europäischen Zentralbank, in welchen der notwendige Rechtsrahmen verankert ist, basieren.
 
Das neue Zahlungsverfahren garantiert dann zum Beispiel die Buchung von online überwiesenen Beträgen innerhalb eines und bei Anweisungen von Zahlungen in Papierform von maximal zwei Bankgeschäftstagen. Und zwar auch dann, wenn es sich um eine Überweisung von Deutschland nach Ungarn oder umgekehrt, d.h. ins innereuropäische Ausland, handelt. Der schnellere Zahlungsverkehr ist vor allem für Unternehmen von Vorteil, die europaweit agieren, so dass natürlich auch die deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen hiervon profitieren können. Dies schlägt sich dann sowohl für ungarische, als auch für deutsche Unternehmen in Kosteneinsparungen sowie einem verminderten Verwaltungsaufwand – beispielsweise durch das Ausbleiben von Kontogebühren und Bankgeschäften im europäischen Ausland – nieder. (Hier gibt es weiterführende Informationen zum Thema)

Warum auch Normalverbraucher von der SEPA-Einführung profitieren

Neben dem Finanzsektor und Wirtschaftsunternehmen profitiert aber auch der Normalverbraucher von der SEPA-Umstellung: Denn auch das Abheben von Bargeld oder Lastschriftzahlungen können im europäischen Ausland dann unbürokratisch von einem deutschen oder einem ungarischen Bankkonto getätigt werden. Wer beispielsweise als Deutscher seinen Lebensabend lieber im etwas milderen ungarischen Klima verbringen möchte oder sich umgekehrt als Ungar für einen längeren oder kürzeren Aufenthalt in Deutschland entscheidet, muss dann kein weiteres Konto für Miet-, Strom- oder Telefonzahlungen einrichten.
 
Grundsätzlich bedeutet dies, dass es für Ungarn, Deutsche und alle anderen Bürger der Europäischen Union keinen Unterschied mehr macht, in welchem Mitgliedsland das private Bankkonto unterhalten wird. Daneben werden Überweisungen, günstiger, sicherer und natürlich schneller. Wer als Bürger der EU innerhalb dieser umziehen möchte, benötigt in Zukunft nur noch ein einziges Eurokonto. Auf dieses Konto kann dann das monatliche Gehalt – aus welchem Land der EU auch immer – überwiesen und monatliche Zahlungen per Lastschriftverfahren abgebucht werden. Aufgrund des hieraus entstehenden internationalen Wettbewerbs zwischen Anbietern von Finanzdienst-, Bank- und Serviceleistungen dürfte es nicht nur zur Senkung der Kontokosten kommen.