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Enormer Schwarzmarkt mit Tabakwaren in Ungarn

Die Angelegenheit Trafiken – oder wie sie offiziell heißen: Nationale Tabakläden – ist noch lange nicht vom Tisch. Nachdem es Monate lange Diskussionen wegen der Vergabe der Konzessionen gegeben hat, bei denen der Regierung vorgeworfen wurde, parteitreue Antragsteller bevorzugt zu haben, gibt es nun Ärger mit den neuen Betreibern.

Bei Kontrollen unter dem Gesichtspunkt des Jugendschutzes wurde der Betrieb von 143 Nationalen Tabakgeschäften vorläufig ausgesetzt. Die Aktiengesellschaft Nationale TabakhandelsNonprofit gAG (NDN) beantragte die Einziehung der Konzessionen von 124 Geschäften. Das teilte die NDN der Presse mit.

Der zuständigen Behörde zufolge sei das wichtigste Ziel der neuen Form des Tabakwarenhandels – die Senkung des Verkaufs von Zigaretten an Minderjährige – erreicht worden. Während im vergangenen Jahr noch 58% der Händler Zigaretten an Minderjährige verkauften, stellt die derzeitige Zahl von 12% eine bedeutende Verbesserung dar.

Derzeit können Tabakwaren streng kontrolliert landesweit in 5800 Nationalen Tabakläden, sowie 543 weiteren Geschäften mit Sondergenehmigung gekauft werden. Zusätzlich hat sich allerdings ein enormer Schwarzmarkt entwickelt, der schwer überschaubar und dem kaum beizukommen ist.