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Effiziente Energieerzeugung in Ungarn

Die Ungarische Gesellschaft für Kraft-Wärme-Kopplung MKET will nach den Parlamentswahlen so bald als möglich mit der Regierung konsultieren, wie der Schrumpfung dieses Energiezweiges Einhalt geboten werden kann. Das betonten die Redner auf der Jahreskonferenz für die Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung. An der Konferenz nahmen 130 Vertreter des Industriezweiges teil.

Der Präsident der Gesellschaft MKET, Viktor Rudolf, verwies in seiner Rede auf die pessimistischen Aussichten des Energiezweiges und erinnerte daran, dass vor fünf Jahren die Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung noch 21% der gesamten Stromerzeugung in Ungarn abdeckte. Damit lag das Land sogar über dem europäischen Durchschnitt. Dieser Anteil sei aber in den letzten drei Jahren um 50% gesunken. Im letzten Jahr betrug der Anteil der gleichzeitigen Gewinnung von elektrischer Energie und nutzbarer Wärme in den Heizkraftwerken nurmehr 13%.

Der Präsident hofft darauf, dass der neue Energieminister und sein Stab die Wichtigkeit dieses Energiesektors erkennen. „Diese Art von Energieerzeugung ist sehr effizient und von geringer Umweltbelastung“, betonte er. „Die Abgabe von ungenutzter Abwärme an die Umgebung wird dabei weitestgehend vermieden.“

Ein großer Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist der verringerte Brennstoffbedarf für die Strom- und Wärmebereitstellung, wodurch die Schadstoffemissionen stark reduziert werden. In der EU soll die Förderung durch einschlägige Gesetze – wie das Gesetz über erneuerbare Energie – den Ausbau dieser Art der Energieerzeugung beschleunigen.

Der Industriezweig bemüht sich in Ungarn außerdem darum, Elektroenergie direkt an den Verbraucher verkaufen zu dürfen. MKET hat bereits mehrere Versuche in diese Richtung unternommen, blieb aber bisher erfolglos.