Ungarn „zur Klimaneutralität verpflichtet“

Ungarn hat entscheidende Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität ergriffen, erklärte der Minister für Innovation und Technologie gegenüber den öffentlich-rechtlichen Medien auf der Nachhaltigkeitsmesse und Weltkonferenz Planet Budapest 2021 – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



László Palkovics sagte nach seiner Präsentation, dass Klimaschutz und Energieerzeugung Hand in Hand gingen und dass bis 2030 mehr als 90 % der Stromerzeugung in Ungarn kohlenstofffrei sein werde. Sowohl die Atom- als auch die Solarenergie würden dabei eine Schlüsselrolle spielen, sagte er und fügte hinzu, dass geplant sei, die Kapazität von Solarkraftwerken drastisch auf 6.000 MW zu erhöhen. Palkovics sagte, dass große Umweltverschmutzer und Energieunternehmen ihren fairen Anteil an der Erreichung der Klimaschutzziele übernehmen sollten. Die Ökologisierung des Verkehrs, einschließlich des Ausbaus der Eisenbahn, sei eine Priorität. Die Regierung habe auch umfangreiche Umweltprogramme für den Straßenverkehr aufgelegt und Ausschreibungen für die Beschaffung von Elektroautos und Fahrrädern veröffentlicht.

Unter den umweltfreundlichen Maßnahmen hob Palkovics die Umwandlung des Mátra-Kraftwerks, eines großen Kohleverschmutzers, in ein umweltfreundliches Kraftwerk mit Nullemissions-Technologie hervor. Was die Modernisierung der Energienutzung in den Haushalten betrifft, so verwies er auf ein staatliches Programm zur Förderung der Entwicklung von Solaranlagen und energiesparenden Heizsystemen.