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Sturm verursachte enorme Schäden in Ungarn

Der 1. Mai fiel 2014 auf einen Donnerstag. Der „Tag der Arbeit“ ist in Ungarn traditionell ein Feiertag. Der Freitag wurde landesweit als Brückentag herausgearbeitet, so dass sich die Werktätigen und Schüler nach dem Nationalfeiertag im März und nach Ostern erneut auf ein langes, freies Wochenende freuten. Die geplanten Ausflüge oder Radtouren fielen allerdings buchstäblich ins Wasser. Und viele sind froh, dass sie das Wochenende unbeschadet überstanden haben.



Denn am Wochenende schlug das Wetter plötzlich um und es regnete in Strömen. Dazu kamen vor allem in Mittel- und Südungarn Stürme von enormer Stärke und Dauer. Die am meisten betroffenen Städte waren Budapest, Szeged und Pécs.

Im Komitat Somogy rückte am Sonntag in zahlreichen Orten die Feuerwehr aus. Vielerorts behinderten entwurzelte und umgestürzte Bäume den Verkehr. In Somogyszentpál riss der Sturm Telefonmasten und -kabel zu Boden. Zwischen Budapest-Székesfehérvár-Nagykanizsa musste am Sonntag zeitweilig der Bahnverkehr eingestellt werden, weil umgestürzte Bäume auf den Gleisen lagen. In Tamási und Barcs waren Straßen stundenlang nicht befahrbar.

Es kam des Weiteren zu Bränden infolge von Blitzschlag und zu Überflutungen von Kellern. Mancherorts verursachte Hagel große Schäden vor allem an Autos.

Am Montag berichtete das Wirtschaftsblatt HVG, dass der Sturm Schäden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Forint verursacht hat. Das Blatt beruft sich auf Mitteilungen der großen Versicherungsgesellschaften, die landesweit bisher insgesamt rund 2500 Schadensmeldungen im Zusammenhang mit dem Sturm und den enormen Regenmassen am Wochenende aufgenommen haben.