Vom Schießpulverproduzent zum Umweltschützer

Die Aktiengesellschaft Nitrokémia Zrt. mit Sitz in Balatonfűzfő feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen und blickt auf eine spannende Geschichte zurück.



„Unser Unternehmen hat sich von einer Schießpulverfabrik zu einer Gesellschaft für Umweltsanierung gewandelt“, sagte Generaldirektor Csaba Tóth bei der Jubiläumsfeier in Balatonfűzfő. Er führte aus, dass der Rechtsvorgänger der heutigen Aktiengesellschaft, die Magyar Lőporgyárüzemi Rt., am 29. August 1921 ihren Betrieb als Schießpulverfabrik aufnahm.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich das Profil des Unternehmens, als von Militärindustrie auf die Produktion von Kunststoffen und Chemikalien umgestellt wurde. Damit erlebte das Unternehmen seine Blütezeit. Nach der politischen Wende wurde der Tätigkeitsbereich des Unternehmens in den 1990er Jahren verkleinert und seit 2006 befasst sich die Nitrokémia Zrt. mit Umweltschutz.

Das Unternehmen sammelte Erfahrungen bei der Rekultivierung des eigenen Werksgeländes in Balatonfűzfő und beschäftigt sich seit 2013 mit der Durchführung von Umweltsanierungen von in den Zuständigkeitsbereich der staatlichen Aktiengesellschaft Magyar Nemzeti Vagyonkezelő Zrt. fallenden Objekten. Generaldirektor Csaba Tóth berichtete, dass die Nitrokémia Zrt. beispielsweise für die Beseitigung der Altlasten der Bergwerke von Gyöngyösorosz und Recsk, der Fabriken in Papkeszi und Királyszentistván, der Kalksteinmine Szentgál, des Chemieunternehmens Berhida-Peremarton, der Gerberei Simontornya, der Mülldeponien von Tiszavasvár und Csepel, des Westbahnhofes von Budapest, der ehemaligen sowjetischen Flughäfen in Tököly und Kunmadaras zuständig ist.

„Wir suchen auch nach Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energie und planen den Bau von Solarparks in Balatonfűzfő und in Gyöngyösorosz“, sagte Csaba Tóth. Der CEO sprach auch über die mögliche Gründung eines Logistik- und Gewerbeparks in Balatonfűzfő als Brachflächeninvestition auf dem rehabilitierten Gelände der Nitrokémia Zrt.

Die Bürgermeisterin Szilvia Szanyi sagte bei der Einweihung der Gedenktafel anlässlich des 100-jährigen Jubiläums, dass sie die Zusammenarbeit der im Gewerbegebiet bereits tätigen Unternehmen stärken will, um mit ihnen gemeinsam neue Entwicklungsstrategien der Gemeinde festzulegen.